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Archiv für die Kategorie „Reiseblog Südamerika“

28.06.2016 Valparaiso – die letzten Tage

Valparaiso ist eine der bedeutensten Hafenstädte Chiles. Die Stadt gilt als die kulturelle Hauptstadt des Landes und ist wegen ihres Charkters weltberühmt. Der historische Stadtkern ist Weltkulturerbe.

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Doch für all das hatte ich bei meinem ersten Besuch 2006 keinen Blick und schon gar keine Zeit. Damals endete unsere Silberhochzeitsreise hier. Wir verließen nur schnell das Schiff und sofort gings mit dem Bus zum Flughafen nach Santiago.

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Diesmal ist allerdings mehr Zeit. Karl und ich sind gestern Mittag hier angekommen und somit bleiben uns fast zwei Tage, um hier einiges nachzuholen.

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Sobald du die Hauptstraßen verlässt, die unten auf Meereshöhe verlaufen und dich ein wenig nach oben in die kleinen Gassen begibst, die Stadt liegt an einem Berghang, der zum Meer hin abfällt, dann fühlst du dich inmitten dieser alten Gebäude schnell ins 20., wenn nicht sogar ins 19. Jahrhundert zurück versetzt.

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Wenn nur nicht alles voller Graffiti wäre, oder ist das vielleicht sogar manchmal schön?

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Dem haben wir uns noch zusätzlich angepasst, indem wir uns das Hotel Grand House ausgesucht haben. Es wird von zwei Schwestern betrieben, die dir nicht nur jeden Wunsch von der Seele ablesen, sondern die hier auch so manchen „Schatz“ hüten: Das Hotel ist voll von uralten Sachen wie Glässer, Porzellan und sonstigem Allerlei. „Pozellan ist hier in Chile sehr wertvoll,“ erklären sie uns, „denn aufgrund der vielen Erdbeben gibt es nicht viel!“ Das leuchtet uns ein und ich denke zwei Tage zurück an Santiago, als ich morgens um 9 Uhr noch im Bett lag und dachte, hat jetzt das Bett ein wenig gewackelt?

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Unser Zimmer im Hotel Grand House

 

26.06.2016 Ruhe und Pause in Santiago

Am Freitag sind wir die restlichen 460 kalten Kilometer, es hatte im Dunst des Pazifiks fast nie über 10 Grad, von La Serena hierher nach Santiago auf der Panamericana gefahren.

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Die letzten Kilometer auf der Panamericana

Etwas aufwärmen konnten wir uns in der letzten Stunde der Fahrt, als wir nur im Stau standen.

Quartier bezogen wir im noblen, warmen Hotel Bonaparte und nun lassen wir mal so richtig die Flügel hängen. Gestern dauerte es über eine Stunde, bis ich endlich einen Livestream zur Fußball-EM gefunden hatte, denn im Kabelfernsehen hier auf dem Zimmer wird nichts übertragen.

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Pause und Ruhe

So steht auch heute der Tag im Zeichen von Ausspannen, Aufwärmen nach den Tagen der Kälte und Fußball – anschließend spielt ja, hier zu High Noon, 12 Uhr Mittags, Deutschland und heute abend steigt auch noch, im Fernsehen kommt seit Tagen nichts anderes, das Endspiel der Copa America Centario, Chile – Argentinien – also auf gehts!

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EM im Livestream auf dem PC

Morgen verlegen wir dann nach Valparaiso (unsere letzten 120 km auf der Straße), wo wir die Bikes dann am Mittwoch abgeben werden.

Noch am gleichen Tag mit dem Bus zurück nach Santiago und am Donnerstag zum Flughafen, der Flieger geht um 12:30 Uhr – das wars dann mit Südamerika!

Resüme und Fortsetzung folgt aus Schernfeld!

21.06.16 1200 km durch die Atacama-Wüste bis La Serena

Sonntag, 19.06. (63. Tag) – Dienstag, 21.06.16 (65. Tag)

Wir verlassen San Pedro de Atacama am Sonntag nach dem Frühstück und stoßen nach knapp 100 km wieder auf die Panamericana. Von hier ab sind es 1200 km bis nach La Serena, wo wir wieder in ein Hostel wollen.

1200 km durch die Atacama, die sich uns in ihrer ganzen Schönheit zeigen wird. 1200 km auf denen wir durch nicht mehr als fünf Ortschaften kommen werden. 1200 km auf denen wir unsere beiden letzen Nachtlager in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit genießen dürfen. 1200 km die uns aber auch immer wieder die Wildheit und die Wucht des Pazifiks zeigen werden. 1200 km, die wir nicht vergessen werden.

Wer die Wüste und das Meer liebt, der ist hier am rechten Ort – lassen wir Bilder sprechen:

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Die Schönheit der Atacama

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1200 km bis Santiago, dem Ziel der Reise

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Unterwegs in der Atacama

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Nur der Mond war Zeuge – das ziehe ich jedem Hotelzimmer bedingungslos vor – uneingeschränkt!!!!

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Am Pazifik

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Pelikane?

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Unser Lieblingsnachtmahl: Tunfischbrötchen (den gibts hier wirklich in Hülle und Fülle und ich wundere mich nicht mehr, warum der langsam knapp wird) mit Zwiebel und Bier

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Das letzte Lager fällt unter die Kategorie wunderschön. Etwas Wehmut kommt auf, aber auch die Vorfreude auf zuhause und wir haben alles, was wir brauchen: Tunfischbrötchen mit Zwiebel und Bier – Prost!!!!

18.06.2016 Magischer Salar de Uyuni

Der Salar de Uyuni ist mit 10.000 qkm der größte Salzsee der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren gebildet. Der Salar ist stellenweiße über 100 m tief und liegt auf einer Höhe von 3600 m.

Die Nacht war kurz im Salzhotel in San Juan, denn bereits um 5 Uhr sitzen wir wieder im Jeep. Wir wollen den Sonnenaufgang auf dem Salar erleben. Ephrahim gibt ordentlich Gas und so sind wir schon beim ersten Morgengrauen vor Ort.

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Eintreffen beim ersten Tageslicht

Dann folgt ein Naturschauspiel, wie ich es nur selten erlebt habe. Langsam wird es heller, die Fläche des Sees wechselt vom Grau ins Weiß und hinter uns erstrahlen die Berge im ersten Sonnelicht.

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Erste Sonnenstrahlen in den Bergen hinter uns

Dann der erste Sonnestrahl, wieder ist es bitterkalt, doch wir sind alle Freien, keiner möchte sich das entgehen lassen. Nach wenigen Minuten erstrahlt alles um uns herum im reinsten Weiß.

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Der erste Sonnenstrahl

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Wir denken, wir stehen auf Eis, doch wir rutschen keinen Milimeter – das Salz ist hart, als wäre es gefroren und reicht, soweit das Auge sehen kann.

Zum Frühstück fahren wir zur Isla Incahuasi, einer Insel mitten im Salar, auf der bis zu 5000 Jahre alten Kakteen stehen.

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Auf der Isla Incahuasi

K1600_so hoch

Soooo groß

Es ist schon nach Mittag und wir sind seit über 6 Stunden auf dem Salar. Wir haben noch gehalten, bevor wir ihn in Uyuni verlassen und die obligatorischen „Salar-de-Uyuni-Fotos“ gemacht. Das gehört einfach dazu.

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Karl tanzt

K1600_Umblassen

Karl im Sturm

K1600_Riese

Bad Giant Karl vs Poor Small Brummi

In Uyuni sind wir zum Lunch und brechen dann auf, wieder zurück Richtung chilenische Grenze, die wir nach einer weitern Nacht in einem Hostel am Freitag gegen 08:30 Uhr erreichen.

Bereits kurz vor 12 Uhr sind wir wieder in unserem Hostel in San Pedro de Atacama.

Fazit der Jeeptour: Sicher wäre es ein toller Spass gewesen, auf der Queen mit über 100 Sachen über den Salar zu jagen – doch man kann im Leben nicht alles haben. Ich bin mir sicher, dass wir, wären wir wirklich mit den Bikes durchgekommen, nicht die Hälfte von dem gesehen hätten, was wir auf der Jeeptour erleben durften. Und die Wege waren wirklich brutal schlecht, geschweige denn von der Navigation. Als die Kupplung der Queen fast den Geist aufgab, habe ich mir noch gedacht: „Wer weiß, für was es gut ist?“ Wahrscheinlich war es vielleicht sogar besser so!

 

18.06.2016 Lagunenroute im Altiplano

Dienstag, 14.06. – Freitag, 17.06.16 (58. – 61. Tag)

Wir werden um 8 Uhr am Hostel zur Jeeptour über die Lagunenroute und den Salar de Uyuni abgeholt. Bis wir uns zweimal umsehen, sind wir wieder auf 4200 m Höhe und zum dritten Mal in Bolivien. Hier oben an der Grenze, die einfachste, die wir bisher gesehen haben, nur ein kleines Häuschen, ist es wieder einmal eisig kalt und es weht ein furchtbarer Wind.

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Laguna Blanca (weiß)

Wir verkriechen uns in einen kleinen Schuppen und bekommen Frühstück. Die Verpflegung ist auf der ganzen Tour ausgezeichnet, genauso wie das Wetter (keine Wolke die vier Tage), das Fahrzeug, ein Toyota Landcruiser (es ist wirklich unglaublich, was diese Dinger alles einstecken können und wie man mit ihnen in diesem brutalen Gelände fahren kann) und die gesamte Reisegruppe. Sie besteht aus dem Guide Ephrahim, ein Bolivianer, einer Brasilianerin, einer Argentinierin, einem Spanier und uns beiden Deutschen. Ich war noch nie mit so hilfsbereiten, höflichen und rücksichtsvollen Menschen unterwegs, wirklich ein Glücksfall.

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Die Reisegruppe von links: Spanien, Argentinien, Brasilien, Bolivien und 2x Deutschland

Übernachtet wird immer auf Höhen zwischen 3600 und 4200 m in einfachen, natürlich nicht beheizten Hostels. Zum Glück habe ich meinen Schlafsack dabei, sodass es mich wenigstens nachts nicht friert, obwohl das Thermometer draußen bis auf -10 Grad sinkt.

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Im Salzhotel ist sogar der Boden aus Salz

Nachdem wir los gefahren sind, erreichen wir schon nach kurzem die Grenze zum Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, dem Nationalpark, in dem die ganzen Lagunen liegen. Er wird jährlich von ca. 60.000 Touristen besucht, alle sind mit den Jeeps unterwegs. Dies geht auf Kosten der Fauna (fast jeder Jeep sucht sich seine eigene Fahrspur) und der Tierwelt, die schon erheblich geschädigt sind. Es wäre dringend erforderlich, hier für Ordnung und eine vernüftige Straße zu sorgen, die dann alle benutzen müssen, aber Ephrahim meint dazu nur, dass Bolivien kein Geld für eine solche Straße hat.

K1600_Verde

Laguna Verde (grün)

Unsere Tour verläuft am ersten Tag über die Laguna Blanca, die Laguna Verde, den Salar de Chalviri, das Geothermalgebiet Sol de Manana (4850 m) bis zur Laguna de Colorada.

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Karl scheute sich nicht, am Salar de Chalviri in die Therme zu gehen – kein Wunder

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2x Laguna Colorada (rot)

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Am zweiten Tag folgten dann die Lagunen Honda, Chiar kota, Hedionda und Canapa. Übernachtet haben wir in einem Salzhotel (hier ist wirklich alles aus Salzstein gebaut) in San Juan.

 

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Geothermalgebiet Sol de Manana

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2x Laguna Canapa

K1600_Canapa

Über den Höhepunkt der Tour, den Salar de Uyuni, gibts natürlich eine extra Seite.