Gran Canaria ist die drittgrößte Insel der Kanaren. Sie ist nahezu kreisförmig und hat einen Durchmesser von etwa 50 km.
Auf La Gomera waren wir in einem Kurvenrausch unterwegs, auf Gran Canaria bekommen wir die Überdosis. Ich kann mir nach diesen beiden Fahrtagen nicht vorstellen, dass Motorradfahren irgendwo auf der Erde mehr Freude macht als auf dieser sagenhaften Insel.
Wir finden eine unglaubliche Vielfalt an Straßen, von der verwegensten Schotterpiste bis zur raus geschleckten Hochgeschwindigkeitskurvenorgie. Und alles in einer absolut großartigen Landschaft.

Nichtsahnend verlassen wir Las Palmas in Richtung Cruz de Tejeda, dem höchsten Punkt und Zentrum der Insel. Oben an der Kante eröffnet sich uns ohne jegliche Vorwarnung ein atemberaubendes Szenario: wir blicken auf ein Labyrinth aus hohen, felsigen Bergen, tiefen Tälern, immer wieder durchzogen von abenteuerlichsten Straßenkonstruktionen. Dies alles wird überragt vom grandiosen Roque Nublo, dem Wahrzeichen der Insel, einem der größten natürlichen Felsen weltweit.

Tags darauf halten wir im Barranco de Fataga am Mirador Astronomico und sehen tief unten im Tal eine Schotterstraße. Sie erinnert mich unweigerlich an die „White Rim“ im Canyonland-Nationalpark in Utah, die ich 2001 gefahren bin, noch immer die unangefochtene Nummer 1 meiner bisher gefahrenen Pisten. Von Island in die USA gebeamt?

Der Barranco de Fatago führt uns geradewegs weiter in Richtung Meer und der grandiose Tag hätte in den Dünen von Maspalomas keinen würdigeren Abschluss finden können.

Die Tage hier auf den Inseln vergingen wie im Flug. Morgen früh um 8 geht die Fähre ans Festland. Eine oder zwei Wochen hätten wir locker noch ausgehalten, doch der Alltag ruft. Wir müssen langsam wieder zurück in die Kälte.

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