Nach achtstündiger Überfahrt kommen wir am Donnerstag gegen 20 Uhr in Barcelona an.
Ein Hotel in Hafennähe haben wir schon vorher organisiert.
Am nächsten Morgen hat die Queen Gelegenheit, einige der Sehenswürdigkeiten der Stadt der 1000 Ampeln, so kam sie uns zumindest vor, aus nächster Nähe zu begutachten.

Endlich haben wir die zahlreichen Vororte auf dem Weg in die Pyrenäen hinter uns gelassen und langsam wird es bergig. Kurz darauf der erste Blick auf die „Bergfestung“ und Besuchermagneten Kloster Montserrat – beeindruckend.
Das Wochenende steht dann ganz im Zeichen der Pyrenäen. Die 430 km langen Gebirgskette verläuft  vom Mittelmeer bis zum Atlantik und trennt die iberische Halbinsel vom Rest Europas.
Doch leider spielt der Wettergott fast wie erwartet nicht mit und wir werden gerade am Samstag richtig nass.
Für den Abend hat Karl eine Ferienwohnung im Skigebiet Val Louran gebucht. Ein langer, kalter Tag neigt sich dem Ende zu und noch einmal geht es über unzählige Kehren nach oben. Ganz schön groß, ganz schön verlassen, ganz schön viele Häuser, unser erster Gedanke. Und wie bitte sollen wir hier unsere Wohnung finden. Kein Mensch zu sehen – wie verlassen. Nach gefühlt einer Stunde und viel telefonieren ist aber auch das geschafft. Wenigstens funktioniert die Heizung, denn hier oben regnet es weiter und es ist richtig frisch!

Das soll uns aber nicht hindern, die von der Tour de France her reichlich bekannten Pässegiganten am nächsten Morgen in Angriff zu nehmen:
d`Aspin, Peyrsourde, d`Aubisque, Soulor und natürlich den uneingeschränkten König der Pyrenäen, den Col du Tourmalet. Wenigstens regnet es nicht mehr, aber wenn du oben am Tourmalet in den Wolken stehst, gibt es halt nicht viel zu sehen.

So machen selbst die Pyrenäen keinen Spass!!!
Über den Pourtalet kehren wir nach Spanien zurück und schon scheint die Sonne.
Doch die Suche nach einem Zeltplatz ist nicht einfach, die meisten haben schon geschlossen.
In der Nähe von Huelva hat noch Einer geöffnet und das sogar mit Restaurant. Ein köstliches Abendessen!
Die Nacht wird kein Zuckerschlecken, denn plötzlich ist es richtig stürmisch. Einhelliger Tenor am anderen Morgen: „Ich habe fast kein Auge zu gemacht und bin froh, dass das Zelt noch steht.“

Am Dienstag erreichen wir Santiago de Compostela, die Hauptstadt von Galicien und das Ziel des Jakobsweg.
Doch Pilger gerieten uns schon eher ins Blickfeld. Immer wieder führte der Jakobsweg dicht neben der vielbefahrenen Straße entlang und das nicht nur über ein paar, sondern oft 20 oder 30 Kilometer. Ziemlich eintönig, aber der Weg ist das Ziel. Die letzte Nacht haben wir uns angepasst und in einem Pilger Hostal übernachtet.
Leider blieben wir auch an den letzten beiden Tagen nicht vom Regen verschont.
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