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Archiv für die Kategorie „Vorbereitung 1“

August 2011 Endlich Erfolge mit der Homepage

Eine Woche nach dem letzten Treffen teilt Karl fast erwartungsgemäß mit, dass er auf die Reise verzichtet. Da waren es nur noch drei.
Anfang August endlich Erfolg bei der Homepage: Nachdem die Telefonate mit dem Webhoster allesamt zu keinem Ergebnis führen, finde ich die Ursache mehr zufällig selbst. Die WordPressdaten wurden durch das FTP-Programm „Filezilla“ nicht komplett auf den Server geladen, es fehlten immer ein paar Dateien und so konnte das Programm natürlich nicht starten. Da weitere Versuche mit Filezilla auch keinen Erfolg bringen, wechsle ich auf „Cyberduck“ – und Bingo.
Der Erste Zugriff auf das Dashboard (Startseite) von WordPress löst bei mir wahre Jubelarien aus. Zu lange hat mich dieses Problem aufgehalten. Nun beginnt die mühevolle Arbeit, sich aus den unzähligen Vorlagen ein sowohl vom Aussehen, wie auch von den Anforderungen her, passendes Theme auszusuchen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Peppi mal wieder offline ist, sein Internetzugang streikt nun bereits zum zweiten Mal komplett. Absprachen zwischen uns über das Aussehen werden deshalb äußerst schwierig. Etwa um den 10. August rum steht die Startseite der Homepage und es kann nun begonnen werden, die einzelnen Seiten und Kategorien mit Lesestoff zu befüttern.
Riesige Probleme mit dem geplanten Ausflug, Peppi bekommt nicht frei. Deshalb vereinbaren wir, anstatt der Tour nach Frankreich, Mitte September “nur” zu Touratech in den Schwarzwald zu fahren. Dauer: Samstag, Sonntag.
Mit dem 14. Juni 2012 steht der Tag der Einreise nach China. Um mehr Spielraum zu haben, wird der Tag der Abreise um eine Woche nach vorne auf den 30. April verlegt.

September und Oktober 2011 Ralph Wein, unsere Verbindung in die Heimat

Der Besuch bei Touratech hat endlich geklappt und auch mein Kollege aus Würzburg ist auch gekommen. Es wurde Zeit, dass wir unseren Reispartner mal persönlich kennen lernten. Allerdings konnte Micha nur einen Freitag Nachmittag herausschlagen, die Übernachtung und die Fahrt am Samstag fielen somit leider ins Wasser. Dies war auch der Grund, warum Peppi und ich die Motorräder zu hause ließen und mit dem Auto kamen. Bei Touratech waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Sie machten uns aber auch klar, dass das Sponsoring doch nur in einem beschränkten Rahmen durch gute Prozenten beim Einkauf ablaufen kann. Das Ende vom Lied: Peppi hat nun auch Touratech Koffer, den neuen Zega Pro, und zudem fahren er und ich jetzt im Partnerlook, im edlen und nicht ganz billigen neuen Touratech Compagnero. Da mein alter Anzug nach 15 Jahren wirklich am Ende war, wollte ich mir sowieso einen Neuen zulegen. Zur Wahl stand noch das Edelteil von Rukka, welches Louis anbietet. Die Prozente gaben schließlich den Ausschlag für Touratech, ich kann nur hoffen, dass er uns nicht enttäuschen wird. In Niedereschach vereinbarten wir noch mit meinem Kollegen, dass wir im Oktober für ein Wochenende zu ihm nach Würzburg kommen wollen, um dort zwei Tage gemeinsam durch die Rhön zu fahren. Aber auch aus diese Pläne wurde wieder nichts, Peppi lag mit Grippe im Bett.
Peppi bringt Ralph Wein mit ins Boot. Nein, er will nicht mitfahren, sondern er soll als anerkannter Internetspezialist unser Verbindungsmann hier in Eichstätt werden. Bei mehreren Treffen legen wir unsere zukünftige Kommunikation mit der Homepage fest. Er rät uns, dies mittels eines I Pad durchzuführen. Das ganze soll folgendermaßen ablaufen: Wir erstellen jeden Abend eine aktuelle Mail mit ein paar Bildern und schicken die über das Telefonnetz an Ralph. Der stellt die Mail dann sofort auf die Homepage. Dies wird wesentlich kostengünstiger, als die Berichte selbst über das Net zu schreiben.
Ansonsten verliefen die beiden Monate mit der Suche nach weiteren Sponsoren. Wie erwartet, gestaltete sich dies nicht einfach.
Das Erstellen der Homepage erwies sich als sehr schwierig. Gerade das Zusammenbasteln der Startseite ist eine unwahrscheinliche Fieselarbeit. Aber langsam komme ich voran.
Entgegen vorherige Pläne soll die Homepage nun erst im neuen Jahr online gehen.

November 2011 Wieder eine Absage

Am Montag, 07. November kommt dann auch nicht ganz überraschend die Absage von meinem Kollegen aus Würzburg. Es ist ihm nicht gelungen, mit dem Arbeitgeber eine Einigung für den Urlaub zu erzielen und so bleib ihm nichts übrig, als auch abzusagen. Da sind es nur noch zwei (wie Peppi schon vorher wieder einmal richtig prophezeit hatte).
Inzwischen habe ich auch von einer Reisehomepage die Empfehlung für ein Transportunternehmen in Kathmandu gefunden. Überraschend ist der Rücktransport der Bikes mit dem Flugzeug wesentlich günstiger als befürchtet.
Weiter ändern wir noch einmal die Wünsche für die Reiseroute durch China und Nepal. Nun steht auch die Durchquerung der Taklamakan Wüste und der Besuch von Lhasa auf der Reiseroute. Die Einreise nach China wird, wenn alles klappt, am 14. Juni erfolgen und am 10 Juli werden wir Tibet in Richtung Nepal/Kathmandu verlassen. Da wir jetzt nur noch zu zweit sind, hat dies unserem Pro-Kopf-Reisepreis für China leider wieder einen kräftigen Ruck nach oben gegeben. Peppi: “Hilft nichts, da müssen wir durch.” Ich hole noch ein weiteres Reiseangebot von einer anderen chinesischen Agentur ein. Als ich die chinesische Summe in Euro übertrage, ist mir schnell klar, noch um einiges teuerer.

Dezember 2011 Visa und Flüge

Langsam aber sicher beunruhigen uns die Atombombenbastel-Meldungen aus dem Iran und das lautstarke Säbel rasseln der Amis . Wir verfolgen aufmerksam die Presse und machen uns ernsthafte Sorgen. Was geschieht, wenn es zum bewaffneten Konflikt kommt? Wir wissen, der Ami fackelt nicht lange. Nach eingehender Beratung kommen wir zu dem Entschluss, dass wir nicht umhin kommen werden, für den Fall der Fälle eine Ersatzroute parat zu haben. Diese führt nördlich ums Kaspische Meer durch die Länder Georgien, Russland und Kasachstan. Danach könnten wir in Usbekistan wieder unserer alten Route folgen. Wir sind uns aber von Beginn an einig, dass die Ersatzroute nur für den absoluten Notfall ist, denn wir müssten dann auf Iran und Turkmenistan verzichten, und das wollen wir vor allem wegen dem Iran selbst wenn irgend möglich vermeiden.
Als nächstes steht die Beantragung der Visa auf dem Programm. Ich bin schon im Vorfeld mit mehreren Visa-Agenturen in Kontakt getreten. Wahrscheinlich wird es am besten sein, wir besorgen die Visa für Russland und Kasachstan gleich mit. Kostet zwar wieder ein paar Stecken mehr, aber dann bleibt uns die Nordroute bis zum Tag der Einreise in den Iran offen.
Erfreulicherweise ist es uns gerade im Dezember gelungen, doch einige Sponsoren mit an Bord zu nehmen.
11. Dezember: nachdem uns Peter Klinger, ein reiseerfahrener Freund von Peppi, geraten hat, den Rückflug von Kathmandu aus Preisgründen möglichst bald zu buchen, schlage ich sofort zu. Der Rückflug wird für den 13. Juli gebucht. Auf Anraten von Peter haben wir einen Flug mit Umbuchfunktion für den Fall der Fälle gewählt.
Kurz vor Weihnachten taucht ein neues Problem auf. Die Mitarbeiterin einer Visa-Agentur informiert mich am Telefon darüber, dass Turkmenistan im Augenblick keine Transitvisa, sondern nur noch Touristenvisa, erteilt. Was bedeutet das für uns?
Ein Transitvisa für Turkmenistan hat eine Gültigkeitsdauer von 5 Tagen und man darf das Land damit alleine durchqueren. Bei einem Touristenvisa ist die Gültigkeit zwar länger, aber man muss Hotels im voraus gebucht haben und braucht zudem einen Führer, ähnlich wie in China. Das wäre für uns fast der worst case, denn das würde wieder ordentlich an den Geldbeutel gehen. Ich bleibe sofort dran und telefoniere mit anderen Agenturen, nach deren Information Transitvisa nach wie vor erteilt werden. Also hoffentlich nur falscher Alarm. Um die Visabeantragung zu erleichtern, lassen wir uns einen zweiten Reisepass ausstellen.
Wir beginnen mit den Impfungen. Auf dem Impfplan stehen Hepatitis, Cholera, Typus und Tollwut. Wenn das mal ohne Impfschaden gut geht.
27. Dezember: zwei andere Visa-Agenturen bestätigen, dass Turkmenistan noch immer Transitvisa ausstellt.

Januar 2012 Iran-Visa?

Die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen.
Nach vielen Telefonaten legen wir uns auf diesen Visaservice fest. Den Ausschlag haben mehrere Empfehlungen auf verschiedenen Reisehomepages gegeben. Aber es tauchen neue Probleme auf. Visa für den Iran werden wegen der aktuellen Lage einer Vorprüfung unterzogen. Wir beginnen, die verlangten Unterlagen zu erstellen und senden sie am 13. Januar an die Visa-Agentur.
Ich arbeite die Nordroute auf der Karte mit Zeitplan genau aus. Danach würden wir fast 10 Tage eher in Buchera in Usbekistan sein. Wir beschließen, diese zusätzliche Zeit je zur Hälfte in der Türkei und in Usbekistan zu verbringen. Nach unseren Infos bietet die Fahrt ums Kaspische Meer durch Russland und Kasachstan sowohl landschaftlich wie auch touristisch so gut wie nichts, also kann es dort nur heißen: Gas geben und durch.

20. Januar: Die Visa-Agentur teilt mit, dass die Iranvisas wahrscheinlich nicht erteilt werden. Der Konsul hat die Genehmigung nicht selbst erteilt, sonder die Anträge direkt ans iranische Außenministerium weitergeleitet, wo sie nun geprüft werden. Dies sei aber ein sehr schlechtes Zeichen.

27. Januar: Diese Wochen haben wir uns beim Landratsamt den Internationalen Führer- und Fahrzeugschein besorgt.

29.01.2012 Wir sind online!

Seit genau 10.10 Uhr ist die Homepage online! Damit geht über ein halbes Jahr Entwicklungszeit zu Ende und wir sind sehr froh darüber, dass es nun endlich geklappt hat. Wir hoffen, sie gefällt euch und wünschen euch ein bisschen Zeit, um sie ein wenig genauer zu erforschen. Und wenn ihr uns dann noch eure Meinung, egal ob Lob, Tadel oder Verbesserungsvorschläge mitteilt, dann hat sich die viele Arbeit doch gelohnt.

30.01.12 Einreise in Iran abgelehnt!

„Sehr geehrter Herr Schuster
Wir haben am Freitag die Unterlagen aus dem Konsulat Iran zurück erhalten.
Eine Ausstellung eines Visum wurde abgelehnt.
Mit freundlichen Grüßen“

Eine kurze Mail der Visaagentur – für uns ein ganz schwerer Schlag. Wir hatten uns so auf dieses Land gefreut. Wir wollten in der Wüste Dasht-e Lut eine Nacht verbringen, wir wollten mit den freundlichen Menschen in Kontakt kommen, wir wollten uns die orientalischen Städteperlen Esfahan und Kerman nicht entgehen lassen, wir wollten…, wir wollten…., wir wollten…

Der damit verbundene Verzicht auf Turkmenistan ist dagegen schon leichter zu verschmerzen.

Dies ist uns unter anderem entgangen:

Unser Freund Erik Peters, den wir in Island kennen gelernt hatten, schreibt auf Oman-Island: „Endlich sind wir im alten Königreich Persien angekommen. Was ich oben noch über die Gastfreundschaft in der Türkei geschrieben habe, erfährt hier in diesem angeblichen Schurkenstaat neue Maßstäbe. Ich bin ja schon weit gereist und habe viele Länder gesehen, aber in noch keinem konnte ich eine derartig aufrichtige und von Herzen kommende Gastfreundschaft genießen. Egal wo man hält, man wird nett begrüßt, dass es einem als Mitteleuropäer fast schon peinlich ist. Man fragt sich, wann haben wir in Deutschland diese Eigenschaft bloß verloren? Da ist z.B. Süleymani, ein etwa 50jähriger Beamter, der sich nicht davon abbringen ließ, einen über 40 Kilometer langen Umweg zu fahren, nur um uns eine Kreuzung zu zeigen, die wir ohnehin gefunden hätten, da es keine andere gab… “

freedom-on2wheels schreibt: „Fazit Iran: Ein Land mit wunderbaren Menschen, schönen Landschaften, wenn da nur nicht das Regime wäre…“

miromy.blogspot schreibt: „Lange könnte ich noch über dieses Land berichten, über die Begegnungen mit seinen freundlichen Menschen. Leider hat alles ein Ende. Schon bald werden wir eine andere Grenze überschreiten und nach Turkmenistan ausreisen. Bei allem was wir gesehen und erlebt haben – für uns hat sich der Kampf um das Visum  auf jeden Fall gelohnt.“

Für uns ist der Kampf um die Visa leider schon nach kurzer Zeit verloren. Einfach nur sehr, sehr schade!

Wie geht es nun weiter?

Beim Erstellen der Nordroute (Georgien, Russland, Kasachstan) waren wir wohl etwas zu gutgläubig. Schnell stellt sich heraus, dass die georgisch-russische Grenze wegen der Streitereien zwischen den beiden Ländern für Touristen komplett geschlossen ist. Die letzte Möglichkeit, die noch bleibt, um von der Türkei aus zwischen Schwarzen und Kaspischen Meer in den Norden durch zu schlüpfen, und so den Iran zu umgehen, führt durch Armenien und Aserbaidschan. Ein Anruf bei der Visaagentur beraubt uns auch dieser Hoffnung: Es gibt Schwierigkeiten mit Aserbaidschan – Visa werden nur für gebuchte und geführte Reisen erteilt.

Somit bleiben uns eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten:

1.) Wir vergessen die Türkei ebenfalls komplett und fahren von Deutschland aus über Polen, Ukraine und Russland nach Kasachstan oder

2.) wir finden eine Fähre von der Türkei übers Schwarze Meer direkt nach Russland um so Georgien zu umgehen.

Jetzt heißt es wieder im Internet recherchieren und dann abzuwägen.

Kein guter Tag!

02.02.12 Kein Fortschritt

Alle Versuche, etwas Konkretes über die Fähre Trabzon – Sochi in Erfahrung zu bringen, sind bisher gescheitert. Mails wurden nicht beantwortet und die Telefonate, die türkische Kollegen für mich geführt haben, brachten auch kein Ergebnis. Einmal war das Fährschiff an Russland ausgeliehen und bei einer anderen Reederei stand noch nicht fest, ob im Sommer überhaupt gefahren wird. Auf meine Frage, warum sie uns alle nicht weiter halfen und eine Reederei nannten, die die Route fährt, meinte der Kollege: „Das ist die Konkurrenz.“

Über viele Umwege habe ich Georg Seemüller ausfindig gemacht, der 2010 diese Fähre benutzt hatte. Durch seine Hilfe haben wir nun eine weitere Telefonnummer, die morgen noch ausprobiert wird. Seine Schilderung über den nördlichen Weg um das Kaspische Meer durch Russland und Kasachstan lassen das Schlimmste befürchten: katastrophale Straßen (oder Wege) und nichts als eintönige, ebene Steppe. Genauso haben wir es in anderen Reiseberichten auch schon gelesen.

Ein anderer Arbeitskollege hat zufällig Verwandtschaft direkt in Trabzon. Er versucht, übers Wochenende mehr in Erfahrung zu bringen.

Sunsanne Goertz hat uns sogar wieder einen Funken Hoffnung auf den Iran gemacht. Von ihr habe ich eine Adresse erhalten, über die erst kürzlich noch ein Iranvisum ausgestellt worden ist. Einfach probieren, meinte sie und schon war meine Mail unterwegs. Außerdem schreibt Peppi zusätzlich an die iranische Botschaft.

Wir wollen uns solange wie möglich gegen die Nordroute wehren. Die Aussicht, über 1000 km einsam durch die Steppe zu hoppeln, spornt uns an.

Doch nächste Woche muss eine Entscheidung fallen, wir haben immer noch kein einziges Visa.

04.02.12 Es hilft nichts

Alle Bemühungen, eine Fähre von Trabzon nach Sochi zu finden, sind gescheitert. Nachdem dies selbst über die Verwandten meines Arbeitskollegen, die direkt in Trabzon wohnen, nicht gelungen ist, geben wir auf. Das einzige, was ausfindig gemacht wurde, war eine Schnellfähre, ein Tragflächenboot, welches aber keine Fahrzeuge aufnehmen kann. Bei allen Telefonaten hieß es immer nur, die Fähren fahren erst wieder ab Sommer und man kann noch nichts Genaues sagen. So verabschiedet sich nach dem Iran leider auch die Türkei aus unserer ursprünglichen Routenplanung.

Apropos Iran: Der Kontakt von Susanne Goertz stellte sich als Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Berlin heraus. Er hätte uns bei einer erneuten Visabeantragung unterstützt, wobei er uns aber keine allzu großen Hoffnungen machte, denn es ist, wie er meinte, nie gut, wenn ein Antrag schon einmal abgelehnt wurde. Wir hätten es trotzdem versucht, wir hatten heute morgen per Mail sogar schon die Formulare von ihm bekommen. Dann hat aber heute Mittag der Mannschaftsrat, bestehend aus zwei Spielern, doch noch anders entschieden. Ausschlaggebend war der Artikel in der Wochenendausgabe des EK, in dem angekündigt wurde, dass Israel vielleicht schon im Frühjahr militärisch gegen den Iran vorgehen wird. Dies war uns dann doch zu viel und wir wollten einen Schlussstrich ziehen. Es hat halt nicht sollen sein, wer weiß, für was es letztlich gut ist!

Und schon machten wir uns daran, die neue Route (findet ihr hier auf der Startseite) auszuarbeiten. Diese führt nun über Wien in die Hohe Tatra der Slowakei, streift kurz Ungarn, durchquert Rumänien und Moldawien, führt am Schwarzen Meer entlang über Odessa durch die Ukraine, ein kurzes Stück durch Russland und über Kasachstan werden wir schließlich nach Usbekistan kommen, wo wir in Buchera Anschluss an unsere alte Route finden werden.

Insgesamt ist diese Route um fast 4000 km kürzer, sodass noch Abstecher auf die Halbinsel Krim und nach Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan drin sein müssten.

Natürlich ist diese Änderung für uns nicht leicht zu verdauen, aber es wird nicht der letzte Rückschlag, das letzte unvorhergesehene Ereignis auf der Reise gewesen sein. Wir bleiben trotzdem positiv gestimmt, denn unser Hauptziel, der Himalaja, steht nach wie vor fest im Reiseplan.

 

Hier noch ein letzter Blick auf die alten Route:

 

08.02.12 Viel Schreibarbeit

Wir verbringen den Großteil der Abende der Woche damit, die Visaanträge auszufüllen. Nachdem die neue Route unumstößlich fest steht (wenn es so was bei dieser Reise überhaupt gibt), benötigen wir Visa für Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, China mit Tibet und Nepal. Frau Baumann von Mein-Visum hat immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und so hoffen wir, bis Ende der Woche alles, zusammen mit den Reisepässen,  zu ihr schicken zu können.

Heute habe ich auch von meiner Kontaktperson von Tibetreisen , Herrn Hongquan Dong (nach den zahlreichen Mails geht mir sein Name inzwischen ohne zu überlegen von den Tasten), die offiziellen Einladungen, die für die China-Visa benötigt werden, bekommen. Hongquan lebt in China und erweist sich als absolut zuverlässig: schreib ich spät abends ein Mail an ihn und schalte am nächsten Morgen noch vor der Arbeit kurz den Rechner an, ist die Antwort 100%ig da – der Zeitverschiebung sei Dank.

Bin mir eigentlich sicher, dass die chinesische Einladung jeder von euch lesen kann!