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02.06.2016 Canon del Pato, in einer anderen Welt und Traumoase

Donnerstag, 02.06.16 (46. Tag)

Gestern sind wir zeitig aus Caraz aufgebrochen. Der Weg führte uns nicht gleich an den Pazifik, nein, wir nahmen erneut einen Umweg in Kauf und der führte uns noch weiter ein kleines Stück nach Norden, wir wollten uns den Canon del Pato (Entenschlucht) nicht entgehen lassen.

K1600_Canon1

Der Canon del Pato ist aufgenommen in die Liste der most dangerous roads of the world. Die einspurige, meist sehr ausgesetzte und unbefestigte Straße, die mehrmals durch senkrechte Felswände führt, durchquert über 35 unbeleuchtete Tunnel und wird enger und enger.

K1600_Canon2

Unser Urteil: ein Meisterstück der Straßenbaukunst und in dieser Art in Europa nicht zu finden.

Danach war es nur noch ein Katzensprung bis um Pazifik und nun hatten wir wenigstens schon mal Südamerika von Ost nach West durchquert. Doch je näher wir dem Meer kamen, umso diesiger und nebeliger wurde es. Wir wußten es schon aus dem Reiseführer: in den Herbstmonaten ist die Pazifikküste meist im Nebel eingehüllt und die Sonne kommt hier kaum durch.

Und schon kam wirklich einer der großen Momente der Reise. Wir erreichten eine Vorfahrtsstraße und bogen nach links, Richtung Süden ab – wir, die Queen und ich, befanden uns auf einer der lengendärsten Straßen der Welt, wir fuhren von diesem Augenblick ab auf der Panamerican, die Amerika von Alaska bis Feuerland durchquert. Ein ganz besonderer Augenblick und mir kommt das Jahr 2001 in Erinnerung, damals fuhr ich, noch mit meiner Transalp, ein Stück dieser sagenumwobenen Straße in Kalifornien.

Und dann genügten nur wenige Kilometern auf der Panamericana und die ließen uns glauben, die wir die letzten Wochen nur in den Bergen verbracht hatten, auf einem anderen Erdteil, irgendwo in Afrika oder Asien zu sein – Sanddünen, Wüste und immer wieder spektakuläre Ausblicke auf den Pazifik.

K1600_Wüste

Auf einem anderen Erdteil

Sobald wir die Städte hinter uns ließen, ging der Verkehr gegen Null und wir kamen gut voran.

Abends schlugen wir die Zelte erstmals auf der Reise im Wüstensand auf und Karl und ich schliefen wie die Murmeltiere.

K1600_Lager

Wüstenlager

Heute morgen bekommt Karl, natürlich Karl, denn ich besitze immer noch kein Handy, eine Mail von Hermann, dass sie erst morgen in Nazca sein werden. So werden aus den geplanten 560 km, wir sitzen früh im Sattel, um die Strecke zu schaffen, „nur“ 420 km, was uns aber einen weiteren spektakulären Höhepunkt der Reise, eine Übernachtung in der Oase Huacachina, ermöglicht. Der Ort wir von traumhaften Sanddünen umschlossen und ist eine der touristischen Attraktionen Perus. Die Dünen zählen mit einer Höhe von 100 m zu den höchsten den Landes.

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Die Oase Huacachina

Wir erreichen die Oase gegen 15:30 Uhr und mieten uns in einem guten Hotel ein. Nach einem kurzen Bad im Pool, kaum hatten wir den Dunst der Küste hinter uns gelassen, Huacachina liegt etwas im Landesinneren, wurde es wieder richtig warm, erklimmen wir die Düne direkt hinter dem Hotel. Es ist die erste Sanddüne, die ich besteige und als wir oben sind, können wir diesen sagenhaften Rundumblick nicht fassen.

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In der einen Richtung nur traumhafte Sanddünen soweit das Auge reicht, unter uns wie gemalt die Oase und gegenüber die Großstadt Ika, immer wieder unterbrochen von einzelnen Dünen – Peppi würde sagen:“wunderschön!“

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Und dann gehts die 100 Höhenmeter praktisch im Sprint im Sand bergab – ich komme mir vor wie ein Riese – einfach nur gigantisch (geil).

Morgen wird es dann endgültig nach Nazca gehen, das Flugzeug wartet schon auf uns, wir wollen die berühmten Nazca-Linien von oben in Augenschein nehmen.

 

 

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