Nepalhilfe Beilngries

Aktueller Spendeneingang:
12022 €

Spenden für Bolivien
Aktueller Spendeneingang: 2401 €
Die nächsten Veranstaltungen

Sommerpause bis Oktober

Neueste Kommentare
Besucherzähler:
  • 82333Besucher gesamt:
  • 38Besucher heute:
  • 40Besucher gestern:
  • 1Besucher momentan online:
  • 29. Januar 2012gezählt ab:

Archiv für die Kategorie „Presse“

02.03.17 Bericht aus dem Eichstätter Kurier über „El Condor Pasa“

Für zwei Stunden nach Südamerika

Reisen in Südamerika – das traut sich nicht jeder. Den Kontinent dann auch noch auf dem Motorrad zu erkunden, ist ein Abenteuer besonderer Art. Der gebürtige Eichstätter Peter Schuster trat diese Reise 2016 als erfahrener „Motorradreisender“, wie er sich nennt, gemeinsam mit Karl Seitz, Josef Meyer und Hermann Geiger an und teilt nun seine Erfahrungen in drei Multivisionsshows im Wirtshaus Zum Gutmann.

Am vergangenen Freitagabend fand die Preview für die Vortragsreihe mit rund 110 geladenen Gästen statt, die sich von den gebotenen Bildern begeistert zeigten. In der zweistündigen Multivisionsshow unter dem Titel „El Condor Pasa – Auf der Suche nach dem Kondor“ präsentiert Schuster Fotografien und Videos von der Reise auf zwei Rädern, alle aufwendig zu einem Film zusammengeschnitten und mit Musik, interessanten Informationen zur Landeskunde und Geschichte, Tipps und Landkarten unterfüttert.

Der zweimonatige Road Trip begann in Uruguay. Von dort aus ging es weiter nach Argentinien. Das Hauptziel der Reisenden war jedoch Bolivien und Peru. Dort bekamen sie atemberaubende Orte, wie zum Beispiel den Salzsee Salar de Uyuni in Bolivien, die Ruinenstadt Machu Picchu und die Amazonasquelle in Peru zu Gesicht. In Sucre in Bolivien trafen sich die Motorradreisenden zudem mit dem Eichstätter Weihbischof Adolf Bittschi, der dort als Missionar ein Projekt leitet, das Frauen den Ausstieg aus der Prostitution ermöglicht. An dieses Projekt werden zwei Euro von jeder Eintrittskarte zur Filmvorstellung gespendet.

„Es ist ein tolles Erlebnis, aber auf alle Fälle ein Abenteuer und kein Erholungsurlaub“, erklärte Hermann Geiger. So zeigt die Multivisionsshow auch die unkomfortablen Seiten der 15.000 Kilometer langen Reise: Nächtliche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, schlechte Straßen und fehlende Wegweiser machten die Reise beschwerlich.

Als Zuschauer bekommt man darüber hinaus nicht einfach nur faszinierende Landschaften, sondern auch sehr authentische Bilder aus dem Leben der Menschen in Südamerika zu sehen. Dabei zensiert Peter Schuster negative Seiten wie die Armut vieler und unmenschliche Arbeit in Minen nicht. Momente des Staunens sind bei dem perspektivenreichen Film somit garantiert.

Peter Schusters vergangene Vorstellungen zu seinen zwei anderen Reisen nach Asien und Island weckten schon bei dem einen oder anderen Reiselust, wie die am Freitag anwesenden Katharina Paulmann, die für zwei Jahre in Kathmandu arbeitete, und Sebastian Hiller, der eine Weltreise auf dem Fahrrad unternahm, berichteten. Auch bei „El Condor Pasa – Auf der Suche nach dem Kondor“ kommt Fernweh auf. Ob Peter Schuster, Karl Seitz, Josef Meyer und Hermann Geiger auf ihrem Abenteuer schließlich einen Kondor zu Gesicht bekamen, können Sie bei den kommenden Vorstellungen am vierten, neunten und 11. März um 19.30 Uhr im Wirtshaus „Zum Gutmann“ herausfinden. Vorverkaufskarten für die Multivisionsshow in HD-Qualität sind bei dem Eichstätter Kurier und im Gutmann für neun Euro erhältlich. An der Abendkasse beträgt der Preis 11 Euro.

Bericht über die Reise und Bischof Adolf Bittschi in der Kirchenzeitung vom 11.09.16

bericht-kirchenzeitung

Eichstätter Kurier vom 19.08.2016

Eichstätter Kurier vom 19.08.16_-_donaukurier.de

23.03.16 Bericht aus dem Beilngrieser Kurier

160323 Beilngrieser Kurier

15.10.2015 EK über „Sagenhafte Inseln“

151014 EK

Bericht im Beilngrieser Kurier vom 10.11.14 über die Multivisionsshow bei der Nepalhilfe

2014-11-Artikel-EK-vonZeitungneu

Bericht im EK vom 11.03.14 über die Multivisionsshow

URL:

http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-Einmal-Eichstaett-Himalaja;art575,2888479,0

Einmal Eichstätt – Himalaja

10.03.2014 19:43

Einmal Eichstätt – Himalaja

Eichstätt (EK) 14 Länder, 16 000 Kilometer, rund zwei Jahre – allein die Zahlen der Reise klingen

beeindruckend. Umso mehr aber sind es die Bilder, die Peter Schuster und seine Reisegefährten von ihrem

Abenteuer auf zwei Rädern mitgebracht haben.

Mit dem Motorrad zum Mount Everest: Den Weg dahin zeigt nun eine Multimediaschau im Gutmann –

Foto: oh

In einer Multimediaschau lässt der Schernfelder die Motorradtour von Eichstätt zum Mount Everest ab

dem 16. März in spektakulären Bildern lebendig werden.

Kamele am Straßenrand, von der Höhensonne gegerbte Gesichter, unendliche Weiten und die mächtigsten

Bergriesen der Welt – es sind beeindruckende Bilder, die Peter Schuster und seine Reisebegleiter von

ihrer Tour vom Altmühltal bis zum Dach der Welt mitgebracht haben. Bilder, die deutlich machen, wie

groß doch die Unterschiede auch heute in einer globalisierten Welt noch sind. Bilder, die aber auch

zeigen, wie ähnlich sich die Menschen auf der anderen Seite auch sind, wie hilfsbereit und gastfreundlich.

– 1 –

Speicher-Ansicht

Es ist kein simpler Diavortrag, sondern eine filmartige Multimediashow, die Peter Schuster in rund 150

Stunden aufwendig aus den Bildern zusammengestellt hat – vor allem aber eine sehr persönliche

Geschichte einer spannenden Reise. In gut zweieinhalb Stunden mit Pause zeigt er die spannenden Routen

wie etwa die durch den „Tunnel des Todes“, malerische Städte entlang der Seidenstraße, vor allem aber

Menschen und eine beeindruckend schöne Natur.

Und dann der Everest, das Ziel der Reise: Schon die Fotos vermitteln einen Eindruck von der

majestätischen Größe des größten Berges der Welt. Noch mehr aber die Komposition aus Musik und den

Filmkommentaren, die Schuster – im Dialekt und authentisch ehrlich – selbst eingesprochen hat.

Informative Sequenzen über die Länder und Städte auf der Route wechseln sich mit emotionalen und

ruhigen Passagen ab. Schuster schildert aber auch seine ganz persönlichen Eindrücke – vor allem von den

vielen gastfreundlichen Menschen, die die Motorradfahrer auf der gesamten Tour durch den eurasischen

Kontinent getroffen haben – oder besser gesagt auf den beiden Touren.

Denn es war ein zweigeteiltes Abenteuer: Beim ersten Versuch im Jahr 2012 war Schuster mit Josef

Adametz unterwegs. Dieser erste Teil aber endete nach einem Unfall auf einer der unwegsamen Pisten

und Problemen an der chinesischen Grenze vorzeitig. Der Start der Fortsetzung im Oktober 2013 mit Josef

Meyer als neuem Partner von der kirgisischen Stadt Osch aus gestaltete sich aufgrund zahlreicher Pannen

als sehr schwierig. Doch am Ende ging alles gut. Davon können sich die Zuschauer bei drei Vorführungen

am 16., 20. und 30. März jeweils um 19.30 Uhr (Einlass ab 18 Uhr) im Wirtshaus Zum Gutmann in

Eichstätt selbst überzeugen. Karten gibt es im Gutmann und beim EICHSTÄTTER KURIER (neun Euro,

zehn Euro Abendkasse – zwei Euro davon gehen als Spende an die Nepalhilfe Beilngries). Weitere

Informationen zur Reise und zum Vortrag von Peter Schuster gibt es auf der Internetseite

www.nurkurznachkathmandu.de.

Bild: Alle Rechte vorbehalten.

– 2 –

Speicher-Ansicht

Bericht im Eichstätter Kurier (03.01.14)

Eichstätter Kurier vom 03.01.2014

Odyssee aufs Dach der Welt

Schernfeld (EK) Längst ist Peter Schuster nun wieder zurück in Schernfeld. Und noch immer kann er manchmal nicht ganz fassen, was er da erlebt hat – und dass er sein großes Ziel erreichen konnte.

Er ist mit dem Motorrad bis auf „Dach der Welt“, zum Mount Everest im Himalajagebirge, gefahren. Es war ein modernes Abenteuer, manchmal eine Odyssee, die ihn nicht nur aufs Dach der Welt, sondern phasenweise auch an seine Grenzen geführt hat. Am Ende aber bleiben nicht nur Tausende von Fotos und unvergessliche Erinnerungen, sondern auch die Ehrfurcht vor jenem „magischen“ Berg, dem Mount Everest.

Im Jahr zuvor war Peter Schuster zusammen mit dem Eichstätter Josef „Peppi“ Adametz per Motorrad von Eichstätt bis Kirgistan gekommen – ein Unfall, bei dem sich Adametz verletzte, und Probleme mit den chinesischen Behörden, die die Grenze kurzerhand geschlossen hatten, machte der Reise damals ein vorzeitiges Ende. Die Motorräder wurden in der kirgisischen Stadt Osch bei einer Schweizer Firma eingelagert, bereit für eine Fortsetzung des Abenteuers. Nun flog Schuster gemeinsam mit Josef Meier als neuem Partner mit dem Flugzeug am 2. Oktober nach Kirgistan, um die „Tour seines Lebens“ zu vollenden. Meier, ein alter Jugendfreund von Schuster, hatte sich inzwischen dasselbe Motorrad gekauft wie Adametz, um keine Probleme mit der Umgewöhnung zu haben. Bis Osch waren Schuster und sein ursprünglicher Reisegefährte Adametz von Eichstätt aus gekommen, hatten rund 16 000 Kilometer zurückgelegt und 14 Länder durchquert, hatten die malerischen Städte der sagenumwobenen Seidenstraße bestaunt. Schon damals war der Mount Everest das Ziel.

Aber wieder war das große Ziel bereits nach den ersten Tagen gefährdet. Die Motorräder hatten technische Probleme – eine unglaubliche Pechsträhne –, mussten repariert werden, und so war gleich am Anfang zu viel Zeit vergangen, um noch rechtzeitig den Treffpunkt mit den obligatorischen chinesischen Reisebegleitern zu erreichen, um die Reise in China überhaupt fortsetzen zu können. Nach E-Mail-Kontakt mit dem chinesischen Kontaktmann begann eine Ochsentour für die beiden. Bis spät nachts und teilweise bei Regen und später im Schnee mussten sie die beschwerlichen Strecken über Pässe auf bis zu 4000 Meter hin zur chinesischen Grenze bewältigen. Nach der Überquerung der kirgisischen Grenze im Niemandsland von 60 Kilometern hin zur chinesischen Grenze dann die nächste Panne: Schuster fuhr einen Nagel in den Reifen. „Ich bin bereits rund 250 000 Kilometer mit dem Motorrad gefahren. Das war das erste Mal, dass mir das passiert ist“, erzählt der Schernfelder. Meier fuhr allein weiter, traf sich mit dem chinesischen Führer, bis Schuster schließlich mit Unterstützung durch Fernfahrer den Reifen geflickt hatte und nachkommen konnte. An der Grenze ging die Motorradreise in Begleitung eines Transporters mit anderen Touristen endlich weiter – unter einfachsten Bedingungen in der dünnen Höhenluft.

Entlang der Taklamakan-Wüste führte der Weg in den Karakorum, das majestätische Gebirgsmassiv, zu dem auch der K2, der zweithöchste Berg der Erde, gehört. Geschlafen wurde in „Guest Houses“, einfachste Unterkünften, die man sich mit den Gastgebern teilte. Im Gemeinschaftsraum gab es einen Ofen, der mit Yak-Dung beheizt wurde – Holz ist rar. Geschlafen wurde in einem unbeheizten Nebenraum. Die Kälte machte den Motorradfahrern zu schaffen. Beim Aufbruch morgens um 5 Uhr früh bei minus acht Grad gestartet, wurde es immer noch kälter: Denn die Route Richtung Tibet führte immer weiter hinauf auf bis zu 5200 Meter bei dann minus 18 Grad. „Wir waren gut vorbereitet. Aber diese Kälte war auf Dauer doch viel schlimmer, als ich mir das vorgestellt hatte“, erzählt Schuster. „Dazu kamen die Höhe, die Pannen, der Schlafmangel. Das hat schon sehr geschlaucht.“

Doch die letzten Tage der Reise entlohnten für die Strapazen: zunächst die tibetische Hauptstadt Lhasa mit dem beeindruckenden Potala-Palast. Alte Klöster und Gebetsmühlen entführten die Reisenden aus dem fernen Deutschland in eine andere Welt. Dann ging es auf dem Friendship-Highway in Richtung Nepal und Himalaja, zum Kloster Rongbuk, dem höchstgelegenen Kloster der Welt in 5200 Metern Höhe, das nur gut sieben Kilometer vom Basislager des Mount Everest entfernt liegt. „Wir hatten Sonnenschein und Traumwetter. Der Blick war atemberaubend. Mehrere Achttausender nebeneinander und in der Mitte der Mount Everest, der alles überragt. Er sticht einfach heraus“, erzählt Peter Schuster. „Wenn du ihn siehst, weißt du: Das ist er. Er ist schon von der Weite beeindruckend, aber aus nur acht Kilometern Entfernung erst – da bekommt man wirklich eine Gänsehaut“. Der Berg faszinierte den leidenschaftlichen Motorradfahrer so sehr, dass er auch von Kathmandu, der letzten Station der Reise, noch einmal dorthin zurückkehrte: Mit einem Propellerflugzeug machte er einen Rundflug zum Everest, bevor es Anfang November wieder ins Altmühltal ging. Damit ging nicht nur eine gut einmonatige strapaziöse Tour auf zwei Rädern zu Ende, sondern auch ein lange gehegter Traum in Erfüllung.

Von Stephan Zengerle

 

 

28.09.13 Bericht aus dem Eichstätter Kurier

Bericht im EK vom 28.09.2013

Der zweite Versuch

Eichstätt (EK) Es war ein wilder Ritt quer durch den eurasischen Kontinent, den Josef Adametz und Peter Schuster da im Sattel ihrer Motorräder im vergangenen Jahr zurückgelegt haben. Das Ziel aber blieb ihnen verwehrt. Jetzt unternimmt Peter Schuster einen neuen Versuch.

Es sind beeindruckende Bilder, die Josef Adametz und Peter Schuster von ihrer langen Reise quer durch Europa und die Weiten Asiens mitgebracht haben. Ihr Ziel haben sie nicht erreicht. Ein Sturz, bei dem sich Adametz einen Haarriss im Bein zugezogen hatte, und ein Einreiseverbot wegen Unruhen in China hatten die Reise im vergangenen Jahr jäh unterbrochen. Das letzte Teilstück durch China und Nepal bis zum Basiscamp des Mount Everest blieb vorerst ein Traum.

Dabei war schon der Teil des Abenteuers, den sie bereits bewältigt hatten, mehr als eine Reise wert. Tausende von Fotos haben Adametz und Schuster mitgebracht. Sie zeigen beeindruckende Sehenswürdigkeiten vergangener Hochkulturen und ärmliche Siedlungen, trockene Wüsten und malerische Berglandschaften – und vor allem viele lächelnde und gut gelaunte Menschen. „Das war sehr beeindruckend. Wir haben wahnsinnig viele unglaublich hilfsbereite und gastfreundliche Menschen getroffen“, erzählen Adametz und Schuster. Sein Bild von den Russen etwa habe sich komplett verändert, sagt er.

Als in Wolgograd ein Bügel von Schusters Ersatzbrille abgebrochen war und sie zur Reparatur quer durch die ganze Stadt mussten – ohne ein Wort der ohnehin kaum vorhandenen Wegweiser zu verstehen – begleiteten drei junge russische Studenten sie auf dem Weg quer durch die ganze Stadt – ausgerechnet durch das ehemalige Stalingrad, wo in einer der größten Schlachten des Zweiten Weltkriegs die ganze Stadt zerstört worden war und mehr als 700 000 Menschen ums Leben gekommen waren. „Das war gerade als Deutscher schon ein komisches Gefühl, die Zeugnisse zu sehen“, sagt Schuster, wenn er sich an den Besuch im Museum zur Schlacht erinnert – nur einer von vielen Höhepunkten der Reise über tausende Kilometer durch zehn Länder und die unterschiedlichsten Kulturkreise.

Nach dem Start am 29. April 2012 bis an den Fuß der Hohen Tatra in der Slowakei folgten zwei Tage in den einsamen rumänischen Karpaten – einem „etwas anderen Europa“, wie Adametz und Schuster erzählen. Pferdewagen auf den Straßen sind dort noch ein gängiges Transportmittel. Anschließend führte die Reise in die Ukraine, ins berühmte Odessa und auf die Krim, nach Sewastopol – wo Josef Adametz eine Begegnung mit seiner Familiengeschichte hatte: Durch Zufall entdeckten er und Schuster beim Blick auf Tafeln mit den Namen der Gefallenen in einem Soldatenfriedhof das Grab seines Onkels Ernst, von dem er wusste, dass er irgendwo auf der Krim bestattet sein sollte.

Die letzten 150 Kilometer vor der usbekischen Grenze durch die kasachische Hungersteppe entpuppten sich dann als Horrortrip bei 40 Grad ohne Schatten auf einer zum Teil knietief von Sand bedeckten Straße. Da blieben auch Stürze nicht aus – die Gott sei Dank glimpflich verliefen. Dann der Höhepunkt der Reise: die Seidenstraße und ihre magischen Städte Xiva, Buchara und Samarkand, drei Perlen, die Adametz und Schuster mit ihrer reichen Geschichte und magischen Schönheit sofort in ihren Bann zogen. Schließlich der Pamir-Highway: das zweithöchste Gebirge der Welt, ein 20 Kilometer langer Horror-Tunnel, mit unzähligen Schlag- und Wasserlöchern, der jede Sekunde volle Konzentration erfordert, und die Route am Panj entlang, dem Grenzfluss zu Afghanistan, wo Grenzpolizisten sie verscheuchen. Und dann „einer der schönsten Orte der Welt“, sagt Peter Schuster: der Karakul-See in Tadschikistan.

Schließlich der Sturz: Auf schwierigem Untergrund kommt Josef Adametz zu Fall und zieht sich einen Haarriss im Mittelfuß zu. Er beißt auf die Zähne. Aber als dann kurz vor der Grenze auch noch eine Mail der chinesischen Agentur ankommt, dass es Probleme mit der Einreise gibt, brechen die beiden Motorradabenteurer die Reise ab. Sie stellen ihre Bikes bei einem befreundeten Schweizer in Osh in Kirgisistan ab.

Dort stehen sie bis heute – aber nicht mehr lange. Denn während Josef Adametz absagen musste, macht sich Peter Schuster am 2. Oktober mit seinem Jugendfreund Josef Meyer, der inzwischen in Augsburg lebt, erneut auf den Weg, um die Reise zu beenden. „Die Nervosität steigt langsam“, sagt Schuster. „Vor allem aber die Freude, dass es endlich wieder losgeht.“

Vor den beiden liegt erneut eine lange Reise mit rund 6000 Kilometern, ein Großteil davon im Hochgebirge – zum höchsten Berg der Erde: Denn das Ziel ist kein geringeres als das Basiscamp des Mount Everest, das große Ziel der Reise. Von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, aus geht es schließlich am 4. November zurück in die Heimat – dann hoffentlich mit vielen weiteren Fotos und vor allem unvergesslichen Erinnerungen.

Von Stephan Zengerle

 

Frühere Berichte im EK:

20.04.13

Mit dem Motorrad aufs Dach der Welt

 Eichstätt (EK) Der Weg ist das Ziel, sagt man oft, wenn es nicht so sehr darauf ankommt, dass man sein Ziel erreicht, sondern vielmehr auf das Wie. Das gilt selten so sehr wie für jene Reise, die die beiden Motorradfans Josef Adametz und Peter Schuster in wenigen Tagen antreten werden. Sie wird sie im Sattel ihrer „Bikes“ von Eichstätt über rund 15 500 Kilometer quer durch den eurasischen Kontinent bis auf das „Dach der Welt“ führen.

 Die Welt scheint heute so geordnet, Urlaubsreisen in ferne Länder sind längst keine Seltenheit mehr und auch entlegene Winkel unseres Planeten touristisch erschlossen. Wo also gibt es noch Abenteuer? Im Sattel eines Motorrads in den endlosen Weiten des eurasischen Kontinents! Das dachten sich Josef Adametz aus Eichstätt und Peter Schuster aus Schernfeld. Am 29. April werden sie frühmorgens mit ihren Motorrädern in Eichstätt aufbrechen, um die Freiheit im Sattel zu genießen und auf dem Weg bis ins tibetische Hochland ein großes und vor allem langes Stück dieser Welt zu sehen.

 Durch 14 Länder

Seit anderthalb Jahren haben sie sich auf diesen Urlaub der besonderen Art vorbereitet – schließlich wollen auch Abenteuer gut geplant sein. Auch sie beginnen meist mit einem bürokratischen Vorspiel: Visa und Genehmigungen mussten beantragt, Routen gut überlegt und geplant werden – besonders, wenn das Ziel Nepal heißt und der Weg dahin durch den halben eurasischen Kontinent und 14 verschiedene Länder und Kulturkreise geht. Ursprünglich sollte die Tour im Oman beginnen und durch den Iran führen. „Das Land wurde uns sehr empfohlen. Dort gibt es sehr schöne Landschaften und sehr freundliche und hilfsbereite Menschen“, sagt Peter Schuster, den sie in Eichstätt „Brummi“ nennen. Aber als es nicht nur mit den Visa Probleme gab, sondern auch noch Israel mit Militärschlägen zu drohen begann, gingen Schuster und Adametz auf „Nummer sicher“ und planten wieder einmal um. So entschieden sich die beiden für eine Route, die nun durch die Ukraine, Russland und Kasachstan nördlich am Schwarzen sowie am Kaspischen Meer vorbeiführt.

Besonders Technik und Ausrüstung muss gut in Schuss sein, wenn man über Tausende von Kilometern oft auf teils schlechten Straßen unterwegs und auf sich allein gestellt ist. Daher haben Peter Schuster seine Honda Africa Twin, die ihn schon auf vielen Wegen durch die Alpen und anderswo begleitet hat, und „Peppi“ Adametz seine BMW GS 650 natürlich noch einmal durchchecken lassen – „selbst reparieren aber wird schwierig“, geben sie grinsend zu. „Peppi“ und „Brummi“ hatten gemeinsam eine Fußballmannschaft der JFG Eichstätt trainiert und sich dabei angefreundet. Als „Brummi“ ihm von seinem Traum einer Tour nach Island erzählte, war „Peppi“ sofort begeistert, machte im Frühjahr 2009 den Führerschein, kaufte sich sein Motorrad und war schon wenig später mit „Brummi“ unterwegs auf den 7000 Kilometern von den Färöer Inseln und quer durch Island.

 Vortrag über Island

Die Bilder dieser Reise zeigen sie nun bei einem Vortrag am 27. April um 19 Uhr im Gutmann-Saal (Eintritt frei) – „zur Einstimmung auf das neue Abenteuer“, wie sie sagen. Das aber wird wohl noch einmal eine ganze Ecke spektakulärer. Denn die Route ist nicht nur mehr als doppelt so lang, sondern führt sie auch über rund 15 500 Kilometer entlang der Seidenstraße und des Pamir-Highways ins Reich der Mitte und hinauf aufs Dach der Welt, nach Tibet und schließlich Kathmandu, die Hauptstadt Nepals. Die Tagesetappen sind genau geplant, aber schon ein technischer Defekt oder ein anderes Problem könnten den Zeitplan schnell über den Haufen werfen.

 Auf über 4000 Meter

„Wir wissen zum Beispiel nicht, wie unsere Motorräder reagieren, wenn es auf über 4000 Meter hinaufgeht“, sagt Schuster. Vor allem wollen sie sich möglichst viel Zeit nehmen, um Länder und Leute und ihre Kulturen kennenzulernen. Auf der Krim, in den alten Städten Samarkand und Buchara in Usbekistan oder in Tibet haben sie daher jeweils Ruhetage und einen Aufenthalt geplant, um Sehenswürdigkeiten wie den Potala-Palast in Tibets Hauptstadt Lhasa zu besichtigen. Dann wird auch mal im Hotel geschlafen und nicht nur im Zelt. Egal, was auf der langen Strecke an Unvorhergesehenem passiert – einen Termin müssen Schuster und Adametz auf jeden Fall einhalten: Am 10. Juni um 10 Uhr wartet der Führer an der chinesischen Grenze, der im Reich der Mitte auf sie aufpassen wird. Denn dort darf man nicht einfach so ohne Begleitung mit privaten Fahrzeugen unterwegs sein. Mit ihm geht es hinauf aufs Dach der Welt, nach Tibet.

 Wer die Reise miterleben will, der kann das Etappe für Etappe tun: Adametz und Schuster haben eine eigene Homepage (www.nurkurznachkathmandu.de) eingerichtet, auf der sie regelmäßig über die aktuellen Ereignisse irgendwo zwischen Eichstätt und Kathmandu berichten werden. Von dort geht es dann am 13. Juli zurück in die Heimat – dann allerdings mit dem Flugzeug.

 

 

10.04.12 Bericht aus dem „Eichstätter Journal“

Den Bericht aus dem Eichstätter Journal findet ihr hier:

120407 Eichstätter Journal