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21.05.2016 Qu’eswachaka

Freitag, 20.05.16 (33. Tag)

Wir warten mit dem Aufstehen, bis die Sonne aufgegangen ist und die Zelte erwärmt. Die Nacht war wirklich bitterkalt, doch ich habe eine gute Ausrüstung und bin auf Temperaturen bis – 10 Grad eingestellt. Anders geht es Hermann, der seine verlorene Campingausrüstung in Sucre ergänzen musste. „Scheiße, laute Klump. Mann hab ich gefroren!“

Unser Gastgeber, ein alter Bauer, bringt uns zum Aufwärmen Kokatee und kann es nicht fassen, wie wir die Nacht in den Zelten überlebt haben. Zum Abschied sagt er immer „Imagen“ zu uns. Wir glauben, er möchte sich mit uns fotographieren lassen, tun das auch und in unserer Unwissenheit fragen wir ihn, der in einer total einfachen Hütte haust, nach seiner Mailadresse, um ihm die Bilder zu schicken. Natürlich hat er gar kein Internet. Aber lässt nicht locker: „Imagen“ und ist erst zufrieden, als er von jedem von uns ein Passbild bekommt und die wie einen Schatz schnell in Sicherheit bringt. Zum Abschied winkt er uns nach.

K1600_Hrermann erklärt

Hermann erklärt unserem Gastgeber, dass sein Wasser gefroren ist

Es wird heute wieder einer dieser Traummotorradtage. Es passt einfach alles: Straße, Wetter, aber vor allem die Landschaft. Wir erleben einen Rausch in Gelb und Ocker. Ich liebe diese Farben und habe sie zum ersten Mal in dieser Intensität in der tibetischen Hochebene erleben dürfen.

K1600_Gelb

Flamingos und Gelb, Gelb, Gelb …

Auch heute haben wir wieder einen kleinen Umweg von 100 km eingeplant. Wir wollen zu einer Hängebrücke:

Die Hängebrücke Qu’eswachaka hat eine Länge von 28 Meter. Sie besteht vollständig aus geflochtenem Gras. Die Brücke ermöglicht es mehreren hundert Einwohnern der Umgebung, den Fluss zu überqueren. Die Brücke wird jedes Jahr im Juni neu errichtet und besteht in dieser Form schon seit etwa 500 Jahren. Zur Errichtung kommen jährlich etwa 700 Menschen der Umgebung zusammen. Die Frauen flechten die Seile dabei aus Ichu-Gras, die Männer verknüpfen die Seile zur Brücke. Nach Vollendung der Brücke wird diese von Priestern geweiht und es wird ein Fest veranstaltet Die Brücke gilt als letzte funktionierende Hängebrücke der Inka.

K1600_Hängebrücke

Die Qu’eswachaka

Als wir die Brücke durch eine abenteurliche Landschaft erreichen, trauen wir unseren Augen kaum. Und da kann man wirklich rüber? Was da unser TÜV sagen würde. Karl und ich wagen es schließlich und ich gebe zu, ein wenig Muffensaußen war unbedingt dabei.

K1600_Der Beweis

Der Beweis

Als wir wieder auf der 3S sind, beginnt es bereits, dunkel zu werden und es fehlen uns noch 100 km bis Cusco. Und die werden zu einer Qual. Jeder Peruaner fährt anscheinend ständig mit Fernlicht. Von Km zu Km nimmt der Verkeht zu und Cusco empfängt uns mit Stau und unvorstellbaren Abgasen. Wir brauchen drei volle Stunden und finden zum Glück schnell ein Hotel. Doch am anderen Tag soll uns Cusco sein anderes Gesicht zeigen.

Hier gibts noch das spezial Hängebrückenvideo

 

 

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