Nepalhilfe Beilngries

Aktueller Spendeneingang:
12329 €

Spenden für Bolivien

Aktueller Spendeneingang: 3518 €

Die nächsten Veranstaltungen

Vortragspause bis Januar

Besucherzähler:
  • 89057Besucher gesamt:
  • 3Besucher heute:
  • 40Besucher gestern:
  • 1Besucher momentan online:
  • 29. Januar 2012gezählt ab:

Ausflug nach Jalta

Am Dienstag führt uns der Weg an den berühmten Weinhängen des Krimsekt vorbei der Küste entlang. Ziel ist das ca. 90 km entfernte Jalta.
Bei Sonnenschein düsten wir los, leichte Motorradbekleidung. Beim Erreichen des Krimgebirges mussten wir feststellen, dass die Bekleidung vielleicht ein wenig zu leicht war. Temperaturen um 15 Grad, nebelig, brrrrrr.
In Jalta selbst hatten wir dann doch wieder angenehme Temperaturen. So konnten wir den Strand mitten im Hafenbecken entlang flanieren. Obwohl, flanieren können eigentlich nur die Russen. Diese Stadt ist der erste Ort, an dem man den Massentourismus zu spüren bekommt. Früher schon ein beliebtes Ausflugsziel für die Gutbetuchten aus dem Kreml-Land, sieht man heute überwiegend kurz behoste, braungebrannte russische Männer, die ihre kurzberockten, braungebrannten Frauen in die zahlreichen Modeboutiquen an der Strandpromenade begleiten.
Da uns die in Minirock begleitende Spezies fehlt, wollen wir nach einem einstündigen Strandspaziergang weiterfahren. Niet, sagt ein Gewitter und hält die Truppe noch mal eine Stunde auf.
Anschliessend fahren wir zu dem 4km entfernten Liwadija-Palast, mal wieder in der Geschichte rühren.
Im Februar 1945 legten Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Josef Stalin auf der Jalta Konerenz die Umrisse des Nachkriegseuropas fest. Der Konferenztisch und viele Bilder zeugen heute noch davon. Erbaut wurde das Gebäude 1911 im italienischen Stil. Natürlich als Sommersitz für die Zarenfamilie, die Romanovs. 6,50 € beträgt der Eintritt, mit fotografieren, das man extra bezahlen muss.
Dann, 10 km weiter, werfen wir von der Hauptstrasse einen Blick auf das berühmteste Postkartenmotiv der Südküste. Das Schwalbennest. Eine 1912 erbaute kleine Ritterburg, die der deutsche Ölbaron Von Stengel erbaut hat. Näher wollen wir aber nicht heran.
Auf dem Weg zurück sehen wir am Strassenrand ein Schild, auf dem steht „SOLDATENFRIEDHOF“.
Für die deutschen Gefallenen stellte die Stadtverwaltung Sewastopol ein etwa fünf Hektar grosses Gelände in Gontscharnoje zur Verfügung. Der deutsche Volksbund der Kriegsgräberfürsorge baute eine asphaltierte Strasse hinauf zu einem Eichenwald, in dem man dann auf dem Areal des Friedhofes zahlreiche Steinsäulen, vorne und hinten beschrieben mit den Namen der Gefallenen, zu betrachten sind.
Uns wird bald bewusst, dass wir über die Gebeine von 20 824 toten Soldaten laufen. Mit schon leicht gedrückter Stimmung fahren wir zurück ins Hotel.

Kommentieren

*