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07.10.13 Das Unheil nimmt seinen Lauf

Wir sind auf einem Hochplateau und die Sonne kommt frueh heraus. Im Gegensatz zu gestern, wo es arschkalt war, koennen wir heute im T-Shirt die Zelte abbauen. Der Kocher lauft und bestens gelaunt lassen wir Bikes den leichten Abhang hinunterrollen und geben Gas.

Die Strecke wir immer atemberaubender, aber auch schwieriger. Oft sind gar keine Reifenspuren mehr zu sehen sondern nur noch Schaf- und Pferdespuren.

Langsam wir es uns doch ein wenig mulmig, denn ob man hier noch von groben Schotter, wie ich ihn aus den Alpen kenne, sprechen kann, ist doch sehr fraglich.

Nach drei Stunden bemerke ich beim Fotografieren Schwefelgeruch. Ich lade die Queen ab und will die Batterie ueberpruefen – sie ist so heiss, dass wir sie fast nicht ausbauen koennen.

Als wir sie schliesslich doch herausen haben, kuehlen wir sie notduerftig in einer Plastiktuette mit Wasser. Nach einer halben Stunde bauen wir sie wieder ein und versuchen, weiter zu kommen. Wir denken, dass wir vielleicht immer eine halbe Stunde fahren, dann an einem Bach halten, die Batterie kuehlen, und dann wieder eine halbe Stunde weiter kommen. Was sollen wir auch machen, dies ist eine der einsamsten Gegenden, die man sich nur vorstellen kann.

Es die naechsten 10 km fast nur bergab, so dass ich den Motor aus lassen kann. Aber die Strecke ist fuerchterlich, sie erinnert eher an ein ausgetrocknetes Bachbett, als an einen Fahrweg.

Als wir unten im Tal sind, ist die Batterie wieder kochend heiss, obwohl die Maschine fast nicht gelaufen ist. Doch schon die naechste Hiobsbotschaft, die Strasse geht nicht weiter, sie wurde vom Fluss weggespuehlt. Wir sitzen in einer Sackgasse. Batterie in den Bach und dann wieder rauf.

Wir kommen noch zwei Kilometer, dann ist die Batterie im hinueber und die Queen, oder sollte ich lieber sagen „Alte Frau“, von der ich noch vor wenigen Tagen „das wahrscheinlich zuverlaessigste Reisemotorrad der Welt“ macht seinen letzten Schnaufer und geht aus.

Wir sitzen wirklich am Arsch der Welt fest – unglaublich.

Ich habe das gleiche schon mit meiner Super Tenere erlebt, als ich auf einem Tagestripp in die Alpen morgens ueber die Donnersberger Bruecke in Muenchen fuhr und nicht ahnte, dass ich abends mit dem zug dort unten durch fahren wuerde. Damals war der Regler kaputt und ich vermute stark, dass dies auch diesmal der Grund ist.

Wir finden ein halbwegs geraden Platz und bauen die Zelte auf. Was sollen wir machen. Joe hat keine Karte fuer das Handy, wir koennen nicht telefonieren und sollen uebermorgen an der chinesischen Grenze sein – die Hoffnung sinkt gegen null.

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