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05.05.2016 Nur ein Katzensprung nach Potosi

Donnerstag, 05.05.16 (18. Tag)

Gestern hatten wir einen weiteren „Ruhetag“ in Sucre. Karl und ich haben uns nochmals mit Bischof Adolf Bittschi getroffen. Vormittags führte er uns zu einem etwas höher gelegenen Franziskanerkloster, von dem aus man einen herrlichen Überblick über die Stadt hatte. Der ganze Stolz des Klosters ist eine tausendjährige Zeder, einer der mächtigsten Bäume die ich je gesehen habe.

Nachmittags waren wir erneut bei den Schwestern eingeladen und durften uns diesmal ausführlich mit der nun anwesenden Sozialarbeiterin und der Psychologien unterhalten. Dann war die Zeit zum Abschied nehmen gekommen und wir bedankten uns bei Herrn Bittschi, für die viele Zeit, die er sich für uns genommen hatte.

Obwohl uns heute nur ein „Katzensprung“ von 165 km nach Potosi bevorsteht, verlassen wir Sucre schon um 9 Uhr morgens. Schnell liegt die Stadtgrenze hinter uns und das Tanken hält uns diesmal nur knapp 20 Minuten auf. Wir gewinnen zunehmend an Höhe und auch heute ist die Fahrt wieder sehr abwechslungsreich. Verkehr gibt es praktisch überhaupt keinen. Immer wieder halten wir zum Fotografieren und kurz nach 12 Uhr erreichen wir die auf 4000 m Höhe gelegene Mienenstadt. Schon von weiten sehen wir den Cerro Rico (dt. Reicher Berg), an dessem Fuße die Stadt liegt. Sein Silberreichtum hat Potosí im frühen 17. Jahrhundert zu einer der größten Städte der Welt gemachte und von seinem Silber- und Zinnvorkommen ist die Stadt noch heute abhängig.

Mit ihren 175.000 Einwohnern ist Potosi eine der höchstglegenen Großstädte der Welt. Das Zentrum von Potosí ist durchgehend im Kolonialstil gehalten und stammt fast vollständig aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Berüchtigt sind nach wie vor die Arbeitsbedingungen in den Minen, die sich auf einem niedrigen Technologie- und Sicherheitsniveau befinden und nicht selten zu schweren Gesundheitsschäden (z. B. Staublunge) bei den Arbeitern führen. Noch heute sterben viele Bergarbeiter (span. Minero) an Staublunge und Unfällen, zum Beispiel durch Explosionen. Nur die wenigsten Arbeiter besitzen eine Gasmaske oder sonst irgendeine Art von Schutzkleidung. Die Bergarbeiter und Führer durch die Minen berichten davon, dass sehr wenige Mineros mehr als 10 Jahre regelmäßig in den Minen arbeiten können und deren Lebenserwartung in etwa 45–50 Jahre beträgt.

Erwähnenswert ist der in der Stadt gelegene Mercado de los Mineros, der Markt der Minenarbeiter. Dort kann ein jeder hochexplosiven Sprengstoff ebenso wie 96-prozentigen Alkohol erwerben. Er gilt als der einzige öffentliche Markt der Welt, an dem man legal Dynamit kaufen kann.

Auch für uns gehts morgen in die Mine, sie ist für Touristen geöffnet, und anschließend werden wir uns auf dem Markt mit Dynamit eindecken – dann gibts beim Bergfest im Juli in Eichstätt mal eine richtige Hangabsprengung (für meine Bergfestfreunde, also zieht euch warm an).

Potosi

Potosi mit dem Cerra Rico (4800 m)

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