Von Beginn an, schien es, als stand die Reise unter keinem guten Stern. Schon am zweiten Fahrtag der Sturz von Lenz. Er war inzwischen in Kapstadt in einer Augenklinik, seit dem Unfall hat er alles doppelt gesehen.. Dort wurde festgestellt, dass er nicht um eine OP herum kommt. Heute früh ist er in Wien gelandet. Und dann der Sonntag , doch eins nach dem anderen:
Hermann und ich sind vom Sossusvlei in Richtung Walfishbay aufgebrochen. Wir haben nicht die kürzere, eintägige Route sondern die Fahrt über den Spreetshoogte Pass, angeblich die schönste Panoramastraße Namibias, gewählt, für die wir 2 Tage einplanen.
Bis zur Abzweigung zum Pass war es hässlich. Dass die Piste wieder brutal würde, wussten wir, aber es war plötzlich relativ viel Verkehr und das bedeutet immer: Staub, Staub und nochmals Staub.
Ruhiger wurde es nach dem Abzweig und der Pass mit toller Fernsicht hat sich gelohnt. Doch die Piste würde nicht besser, Kurz vor Fahrtagende gegen 16 Uhr passierte es. Hermann war voraus gefahren, man braucht Abstand, sonst siehst du am Ende wie ein Schneemann aus. Ich fuhr über eine Kuppe und vor mir sah es aus wie auf einem Schlachfeld, überall Trümmer, Koffer, in der Mitte die demolierte BMW und Gott sei Dank ein stehender Hermann.
Langsam fuhr ich näher und merkte schon, ein tiefes Sandbett. Das war ihm zum Verhängnis geworden.
Hermann vermutete sofort, dass sein rechter Unterarm gebrochen war. Wir räumten die Trümmer zur Seite, die BMW brachte ich alleine nicht hoch. Es dauerte über eine Halbe Stunde, bis ein Auto kam. Die Namibia halfen uns und riefen einen „Abschleppdienst“. Es dauerte 1 1/2 Std. bis er in diese Gott verlassene Gegend kam.
Was aber kam, war nichts anderes, als ein gewöhnlicher Pickup. Auf den letzten Drücker brachten wir die schwere BMW rauf. Inzwischen war es Nacht und wir fuhren nur 15 km zur nächsten Farm. Dort wurde die BMW abgeladen und die Queen kam rauf, denn an ein Fahren bei Nacht auf der Piste war nicht zu denken.
Gegen 1 Uhr war Hermann im Krankenhaus und ich im Hotel. Inzwischen wurde er am Arm operiert und heute wird er entlassen.
Wie geht es weiter?
Wir müssen den Rücktransport der BMW nach Kapstadt organisieren und dann wird Hermann zurück fliegen.
Nachdem ich nicht mehr 30 oder 40 bin, in dem Alter wäre ich vermutlich alleine weiter gefahren, habe ich mich dagegen entschlossen. Zudem die Reise, wie gesagt, unter keinem guten Stern zu stehen scheint. Ich werde noch eine Woche hier im warmen Namibia, nur noch Asphalt, bleiben und dann langsam ins inzwischen hoffentlich wärmer e Südafrika zurück fahren.
Ewig schade, aber was willst du machen. Je mehr solcher Reisen du machst, umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass Mal was passiert. 2001 USA, 2012 Kathmandu, 2016 Südamerika ging es ja noch gut.
(Schreibfehler bitte entschuldigen, aber das Korrekturprogramm Macht mich wahnsinnig.)


1 Kommentar
Krause Horst · 18. August 2026 um 11:44
Servus Peter und Hermann,
So ein Scheiß, was euch allen Dreien schon passiert ist!!
Ich hoffe du bleibst verschont Peter, bis auf eine „Erkältung „.
Gute Besserung für Hermann…Lenz ist ja schon zurück und wird bestens versorgt.
Kommt gut zurück, ja es gibt manchmal Rückschläge die man verkraften muss.
Bis bald mal
Ciao Horst