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1999 Pyrenäen

Teilnehmer: Peter Schuster

Datum: 09. – 15.08.1999

Km: 4769

 

Fast wäre die Tour ins Wasser gefallen.

Drei Wochen vor der Abreise startete ich unter der Woche zu einer Tagestour in die Alpen. Geplant war über den Reschen und das Stilfserjoch eine kleine Runde durch die Schweiz. Als ich gegen 05.30 Uhr in München über die Donnersberger Brücke fuhr, ahnte ich freilich nicht, dass ich knapp 12 Stunden später hier mit dem Zug unten durchfahren würde. Um es kurz zu machen: direkt unterhalb des Stilfserjoch in Prad blieb mir die Gummikuh mit Reglerschaden liegen. Die gesamte Elektrik war im Ar….. . Ich organisierte eine Unterstellmöglichkeit, fuhr mit dem Bus bis Bozen und von da ab mit dem Zug zurück nach Deutschland. Die Zeit für die geplante Pyrenäenreise wurde langsam knapp. Ich holte die Yamaha mit dem Hänger und Hans Schneider, ein gewiefter Mechaniker aus Buxheim brachte sie punktgenau auf den Tag der Abfahrt wieder zum Laufen.

So startete ich mit einem höchst mulmigen Gefühl (ob sie wohl wieder spinnt?) an einem regnerischen Morgen gegen 04.00 Uhr. Den Regen ließ ich in Frankreich hinter mir. Um schneller voranzukommen fuhr ich ausschließlich auf der Autobahn und machte zügig Kilometer. Voll bepackt schluckte die Tenere bei 140 Sachen fast 10 Liter und die Tankstopps wurden mit der Zeit lästig. Eigentlich wollte ich am ersten Tag irgendwo in Südfrankreich übernachten, aber ich war schon am frühen Nachmittag dort und so fuhr ich einfach weiter. Nach 1465 km kam ich gegen 20.30 Uhr in Aspet, das liegt etwa in der Mitte der Pyrenäen, in einem kleinen, engen Tal am Zeltplatz an. Die längste Etappe, die ich je an einem Tag hinter mich gebracht hatte.

In der Nacht begrüßten mich die Pyrenäen gewaltig. So ein Gewitter hatte ich noch nie erlebt. In dem engen Tal schnalzte  und schepperte es, dass ich in meinem kleinen (aber dichtem) Zelt dachte, die Welt geht unter.

Am nächsten Morgen lachte die Sonne und schnell waren die Schrecken der Nacht vergessen. Natürlich spürte ich nach dem Gewaltritt des Vortages meinen Hintern, aber nichts konnte mich mehr aufhalten. Ich kannte sie ja schon alle aus dem Fernsehen von den Tourübertragungen: Col d’Aspin, Col dePeyresourde, Col d’Aubisque und natürlich den Tourmalet, den König der Pyrenäen. In der Auffahrt zum Tourmalet erlebte ich dann am 11. August neben Tausenden von anderen Schaulustigen die beeindruckende Sonnenfinsternis von 1999.

Natürlich können die Pyrenäen einen Vergleich mit den Alpen nicht ganz standhalten. Aber sie haben zweifellos ihren eigenen Reiz und besitzen an ihrer Südseite viele, fast schon wüstenähnliche Gebiete. Gerade deshalb überquerte ich immer wieder die Grenze zu Spanien.

Die Heimfahrt führte mich über den Grand Canyon de Verdon, den man auch den Grande Canyon Europas nennt, der mich aber ein wenig enttäuschte. Den Abschluss der Fahrt bildeten die französischen Alpen-Highlights Iseran, Izoard und natürlich wieder der Galibier.

 

Brummi

 

(Die Bilder wurden von Dias eingescannt – bitte die Qualität entschuldigen)

 

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