Nepalhilfe Beilngries

Aktueller Spendeneingang:
12022 €

Spenden für Bolivien
Aktueller Spendeneingang: 2401 €
Die nächsten Veranstaltungen

Sommerpause bis Oktober

Neueste Kommentare
Besucherzähler:
  • 82333Besucher gesamt:
  • 38Besucher heute:
  • 40Besucher gestern:
  • 0Besucher momentan online:
  • 29. Januar 2012gezählt ab:

Mittel- und Südnorwegen

Bevor ich von der Europastraße E6, die von Oslo bis an die russische Grenze bei Kirkenes durch ganz Norwegen verläuft, auf die Lofoten abbog, wollte ich noch unbedingt Narvik besuchen. Ich kannte den Ort von meiner Interrail-Zugreise 1976, die ich zusammen mit Horst Bacherle unternommen hatte. Ich will kurz ein wenig ausholen. Wie kommt als 18-jähriger auf die Idee, mit dem Zug nach Narvik zu fahren? Eigentlich war Afrika, Marokko unser Reiseziel. Wir durchquerten halb Europa, setzten bei Gibraltar über und reisten mit dem Zug mitten durch die Wüste bis zur Endstation Marrakesch. Dort kamen wir jedoch mit der brutalen Hitze und der Aufdringlichkeit der Menschen überhaupt nicht zurecht – wir brauchten etwas Kühleres. So schlugen wir unser Fahrplanbuch für Europa auf und irgendein Finger landete auf – Narvik. Eine gute Woche später fanden wir uns, nur spartanisch für Afrika ausgerüstet, nördlich des Polargreises wieder. Isomatten waren damals noch ein Fremdwort, wir schliefen im Zelt auf dem Boden. Um uns wenigstens einigermaßen gegen die Kälte in der Nacht zu schützen, wickelten wir uns mit vorzüglich isolierendem Zeitungspapier ein.

In Narvik den Zeltplatz, den Bahnhof, es war schön, alte Erinnerungen aufzufrischen.

Danach führte mich mein Weg weiter über die Lofoten. Die Inselgruppe zählt zweifellos zu den Highlights jeder Norwegenreise. Leider machte mir gerade hier der Wettergott, der es bisher richtig gut gemeint hatte, einen dicken Strich durch die Rechnung. Nicht einmal hier machte es Spaß, bei Nebel und Regen in den wolkenverhangenen Bergen herumzugurken. Am Südende verließ ich die Lofoten mit  der Fähre nach Bodö und das Wetter wurde langsam wieder besser. Fast schnurgerade zieht sich die E6 im Landesinneren Richtung Süden – langweilig. Deshalb unternahm ich zahlreiche Abstecher ans Meer. Die Küstenstraße bot nicht nur Kurven, immer wieder offenbarten sich wunderschöne Ausblicke auf die unzähligen, dem Festland vorgelagerten, Schären-Inseln.

Bei Trondheim verließ ich Mittelnorwegen und fuhr zunächst noch ein Stück an der rauen Atlantikküste entlang. Hier sind die kleinen Städte Kristiansund, Molde und Alesund alle einen Besuch wert.

Ich bog ab in Richtung Oslo ab und fand mit dem Trollstigen sogar eine außergewöhnliche Passstraße, die sich auch in den Alpen nicht zu verstecken bräuchte.

Weiter absolute Highlights reihten sich wie Perlen an einer Kette: Geirangerfjord, Dalsnibba, Jotunheimen, Sognefjell und die Hardangervidda, die größe Hochebene Europas, wären alleine alle schon eine Reise wert. Logischerweise besuchte ich in Oslo als großer Fan des nordischen Skisport den Holmenkollen, das Ski-Mekka der Norweger.

Von Kristiansand aus brachte mich die Fähre zurück nach Dänemark.

 

Brummi

 

(Die Bilder wurden von Dias eingescannt – bitte die Qualität entschuldigen)

 

Kommentieren

*