Nepalhilfe Beilngries

Aktueller Spendeneingang:
12022 €

Spenden für Bolivien
Aktueller Spendeneingang: 2401 €
Die nächsten Veranstaltungen

Sommerpause bis Oktober

Besucherzähler:
  • 84860Besucher gesamt:
  • 52Besucher heute:
  • 58Besucher gestern:
  • 0Besucher momentan online:
  • 29. Januar 2012gezählt ab:

1997 Nordkap

Teilnehmer: Peter Schuster

Datum: 24.06. – 13.07.1997

Km: 9280

 

Inzwischen war ich mit dem Motorrad in den Alpen praktisch zu hause, sie waren mir fast zum Wohnzimmer geworden.  Daher war es nicht verwunderlich, dass schön langsam der Wunsch aufkam, etwas Neues zu sehen, ich wollte weiter weg. Ziel meiner ersten Fernreise war Norwegen und wenn schon, dann denn schon, dachte ich, gleich rauf bis zum Nordkap. Freilich konnte ich damals noch nicht ahnen, dass diese erste auch gleich eine meiner schönste Europareise werden würde, nur Island sollte sie noch übertreffen. Norwegen bietet dem Motorradreisenden landschaftlich unwahrscheinlich viel. Angefangen vom rauhen, fast lebensfeindlichen Norden über die lang gestreckte Mitte mit den unzähligen Traumstränden und ihren vorgelagerten Schären, wo du abends völlig ungestört die Mitternachtssonne genießen kannst. Schließlich der fast liebliche Süden mit seinen vielen landschaftlichen Höhepunkten. Als Motorradfahrer darf man halt kein Kurvenparadies wie in den Alpen erwarten, dafür aber geht das Verkehrsaufkommen, von der etwas belebteren Südküste einmal abgesehen, gegen Null.

Und dann entwickelst du dort, angetrieben vom Jedermannsrecht (das Zelten ist überall erlaubt), einen ganz besonderen Ehrgeiz: den sowieso schon landschaftlich herausragenden Lagerplatz vom Vorabend am anderen Tag noch einmal toben.  Abseits von jeglichem Trubel und Hektik, Natur pur und Ruhe. Zeit hast du dort oben in Hülle und Fülle. Im Land der Mitternachtssonne bestimmt nicht der gewohnte Tag-Nacht-Rhythmus dein Reisen, nein, du wunderst dich nur, warum die Tankstelle schon geschlossen ist. Wieder einmal hast du dich einfach treiben lassen und völlig übersehen, wie spät es ist. Kein Wunder, bei der Sonne und diesem Licht, denkst du dir.

Eine Szene wird mir wahrscheinlich nie mehr aus dem Kopf gehen. Erneut hatte ich einen wunderen Übernachtungsplatz direkt am Meer gefunden. Ein paar hundert Meter weiter lagerten noch zwei oder drei norwegische Familien. Die Kinder spielten fröhlich und lauthals kichernd am Strand im warmen Licht der Abendsonne Federball. Ich sah auf die Uhr – es war Mitternacht in Norwegen.

 

Meine Reiseroute durch Norwegen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brummi

 

Hier gehts weiter:

Finnland und Nordnorwegen

Mittel- und Südnorwegen

 

 

Kommentieren

*