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Archiv für die Kategorie „Vorbereitung 2“

01.09.13 Sicher ist sicher – falls es überhaupt möglich ist.

Zwei von einander unabhängige Ereignisse zwangen uns im letzten Jahr, die Reise in Osch in Kirgistan abzubrechen. Peppi hatte den Unfall mit der Verletzung am Fuss, was aber nicht zwangsläufig zum Abbruch geführt hätte, denn Peppi hätte auf die Zähne gebissen und wäre weiter gefahren. Dies war aber nicht mehr möglich, da die Chinesen wegen Unruhen Tibet von einem Tag auf den anderen für Individualreisende gesperrt hatten. Somit kamen wir nicht mehr weiter. In unserem Pass befand sich nur noch das China-Visum, ein anderes Anschlussvisa besaßen wir nicht. Dadurch war uns auch der Rückweg versperrt, bzw. er wäre mit einem enormen Zeitaufwand für die Besorgung der Visa vor Ort verbunden gewesen.

Sollten sich die Chinesen kurzfristig auch in diesem Jahr „a Spässle“ (würde der Franke sagen) einfallen lassen, wollen wir besser gerüstet sein. Joe und ich haben die Kosten nicht gescheut und uns Visa für Usbekistan, Turkmenistan und den Iran besorgt. Ja richtig, auch für den Iran, für den wir letztes Jahr kein Visum bekamen.

So scheinen wir also besser gerüstet zu sein und irgendwie werden wir die BMW und die Queen schon heim bringen, wenns sein muss über den Landweg durch den Iran. Ein weiterer Sommer ohne Bike wäre wirklich nur schwer auszuhalten.

Das begehrte Visum für den Iran – heuer gab es mit der Erteilung keine Probleme.

10.09.13 Diesmal kein Live-Ticker

Letztes Jahr haben wir über den ersten Teil der Reise sehr ausführlich berichtet. Peppi hat sich dafür viel Arbeit und Mühe gemacht – ganz großes und dickes Lob noch einmal.

Leider wird dies beim nun unmittelbar bevorstehenden zweiten Teil der Reise nicht mehr möglich sein. Wir werden kein IPad oder Laptop mitnehmen, da wir im Himalaya, wo wir den größten Teil der Reise verbringen werden, eh keine Verbindung haben werden.

Sollten wir in einem Hotel (z. B.Lhasa) dann doch mal Internet haben, werde ich versuchen die Homepage wenigsten ein bisschen auf dem Laufenden zu halten.

20.09.13 Neuer Hauptsponsor

Knapp zwei Wochen sind es noch bis zum Abflug und wenn ich nicht aufpasse, kommt jetzt wirklich noch Hektik auf. Wieder einmal gibt es Stress mit den Chinesen und mit der neuen Reisegruppe, was bei der Größe von 11 Personen (darunter ein 1 1/2-jähriges kleines Kind, das die Eltern 14 Tage mit auf eine Höhe von über 4000 m nehmen wollen??) eigentlich zu erwarten war. Einer springt ab, der Preis muss neu berechnet werden, was bei einer Reisegruppe, die sich inzwischen größtenteils unterwegs irgendwo in Asien befindet, nicht so einfach ist.

Doch wie so oft gibt es immer wieder, meist unvermutet, einen Mutmacher, einen Stimmungsaufheller.

Und der kam gestern in Form von AfricanQueens.

Seit 2002 bin ich stolzer einer Honda Africa Twin. Vielleicht merkt der eine oder andere schon was: Africa Twin – AfricanQueens! Ja, kein Zufall. Die Fa. mit Sitz in Geisenhausen direkt neben der Autobahnraststätte Holledau ist wie ich ein uneingeschränkter Fan der japanischen Edelenduro, wahrscheinlich der zuverlässigsten Reiseenduro der Welt. Honda stellte 2000 den Bau der Twin ein, konnte aber mit den Nachfolgern, wie etwa der Varadero, nie mehr den Kundenstamm der zahlreich Twin-Fahrer erreichen. AfricaQueens vertreibt nicht nur Endurozubehör für alle gängigen Reiseenduros, besitzt ein uneingeschränktes Fachwissen über die Twin und  hat sich zudem das äußerst ehrgeizige Ziel gesetzt, die alte Dame unter dem begeisternden Namen Africa Twin Legend wieder auferstehen zu lassen.

Mich persönlich freut es ungemein und macht mich auch ein klein wenig stolz, dass meine „Queen“ und unsere Reise die Beachtung und das Interesse  der Geisenhausener gefunden haben.

 

26.09.13 Sanne und Thomas

Eigentlich waren wir mit unserer Reise ja ein Jahr früher dran als Susanne und Thomas. Umso verwunderlicher ist es nun, dass ich mir von ihnen Tipps über den Himalaja holen muss.

Nach unserer überraschenden Rückkehr im Juni 2012 war es noch anders herum. Wir konnten ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, doch nun, im September 2013 haben sie soeben die gleiche Route hinter sich, die wir in 14 Tagen in Angriff nehmen werden. Seit ihrem Aufbruch im Frühjahr hat sich viel bei den Beiden ereignet (unter anderem eine kleine Festnahme im Iran) und ich kann ihre sehr lebhaft geschriebene und mit famosen Bildern versehene Homepage nur allen wärmstens empfehlen.

Nicht zuletzt dank ihrer Schilderungen können wir uns nun ein lebhaftes Bild davon machen, was uns im Himalaja so alles an touristischen Höhepunkten erwarten wird: es gibt unter anderem Höhenkrankheit, Hunger, Kälte und und und – klingt doch wahrlich nach 5*-Urlaub, oder?

Aber das, was für mich am wichtigsten ist, taucht Gott sei Dank immer wieder auf ihren Seiten und Berichten auf: Hinweise und Beschreibungen auf die absolut faszinierende, oft atemberaubende Landschaft dieses mächtigsten Teils der Erde.

Wenn es diesmal wirklich klappen sollte, dann geht für mich als passioniertem Alpfenstrassenfahrer ein  absoluter Lebenstraum in Erfüllung – Motorradfahren im höchsten Gebirge der Erde.

Es gab viele Unwegbarkeiten bis hierher, aber nun sechs Tage vor dem Abflug, scheint es wirklich Wahrheit zu werden. Die Vorfreude und die Erwartung ist riesig – aber auch der Respekt vor der Höhe. Im letzten Jahr waren wir schon drei Tage auf über 4000 m und hatten eigentlich keine Probleme. Wird schon wieder schief gehen.

Sanne und Thomas, herzlichen Dank für eure schnelle und ausführliche Hilfe und weiterhin eine gute Fahrt!

Haut rein!

 

 

27.09.13 Reisen mit dem eigenen Fahrzeug nach China und Tibet – nichts leichter als das

Im letzten Jahr verlief die Planung der Reise durch China und Tibet in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Reisebüro relativ entspannt und geordnet. Letztlich wurde der gute Gesamteindruck aber völlig über den Haufen geworfen, als wir dann nicht nach Tibet einreisen durften und ziemlich ratlos in Kirgistan uns selbst überlassen waren.

Trotzdem haben wir uns erneut für die gleiche Agentur entschieden, da sie einfach vom Preis her am günstigsten liegt. Zusätzlich kommt uns heuer finanziell entgegen, dass wir uns einer Gruppe anschließen können, wodurch der Gesamtpreis für den Einzelnen natürlich sinkt.

Zu Beginn bestand die Gruppe aus 4 Autos und 3 Motorräder. Wenn mir die insgesamt zweijährige Vorbereitung auf Reise eins gelehrt hat, dann dies: Du kannst dich nicht auf die Zusagen der Leute verlassen. Wenn es richtig ernst wird, springen fast alle wieder ab.

Viele haben anscheinend irgendwo den Traum einer solchen Reise, aber den Mut der Durchführung haben nur ganz wenige.

So schrumpft auch diese Gruppe auf 3 Autos und unsere beiden Motorräder zusammen.

Insgesamt verlief das ganze heuer ziemlich planlos. Fast jeden Tag hagelte es neue Mails mit geänderten Angeboten, plötzlich sollte eine Zollkaution beglichen werden, die Teilnehmer, die sich fast alle schon auf der Reise befinden, sollten sich untereinander über den Preis einigen und und und  – ziemlich nervig und chaotisch.

Den Reisepreis und den Streckenverlauf kann der interessierte Leser dem Angebot am Artikelende entnehmen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass sich in einem der Pkw auch ein 1 1/2-jähriger Junge befindet. Wie schon in einem vorherigen Artikel erwähnt, werden wir uns fast 14 Tage ständig auf einer Höhe von über 4000 m aufhalten – einen weiteren Kommentar erspare ich mit.

(Zum Vergrößern einfach zweimal anklicken)