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Archiv für die Kategorie „Usbekistan“

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So idyllisch kann ein Zeltplatz sein. Gefunden nach langem Suchen bei Biruniy.

Zeltplatz bei Biruniy

…und dann das hier. Der Müll wird einfach in die Natur geworfen, wird der dann zuviel, zündet man ihn einfach an.
Auch aus dem fahrendem Auto, Flasch leer, Fenster auf, Flasche raus.
Der ganze Boden auch mit Glasscherben übersät, da freut sich der Pneu.

Müllentsorgung in Usbekistan

Wir mögen unsere Zeltbehausung, freuen uns aber auch auf das Hotel in Khiva.
Zurück zu Anfang.

Nachtrag zur Strassenverkehrsordnung

Da das Usbekische Strassenbauamt seinen Verpflichtungen, Strassenschäden zu beheben, nur schwerlich wegen der Vielzahl Nachkommen kann, auch Hinweisschilder nur spärlich vorhanden sind, behilft man sich mit dem von der Natur gegebenen Absperrmöglichkeiten.

Usbekische Hinweisschilder zu Straßenschäden

Itchan Kale, die Altstadt von Khiva

Khiva liegt am Unterlauf des Amu Darja im Gebiet Choresm. Itchan Kale, die Altstadt mit ihren 4.000 Einwohner, hat sich seinen orientalischen Charakter bewahrt. Enge Gassen, ebenerdige Wohnhäuser, ‚haulis‘, Mausoleen, Moscheen, Medresen, Paläste und Minarette Reihen sich aneinander.Ein steingewordenes Märchen aus 1001 Nacht.

Itchan Kale, die Altstadt von Khiva

Laut der Sage rasteten die Karawanen auf dem Weg durch die Karakum-Wueste an einem Brunnen, den sie ‚cheiwak‘, (oh, wie ist das wohltuend), nannten. Um diesen Brunnen entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte die Siedlung.
Bereits im 6. Jh. soll schon eine grosse Mauer die Stadt umgeben haben. Ab dem 10. Jh. wird Khiva erstmals als Stadt erwähnt, aber erst 1592 zur Hauptstadt von Choresm gekuert.
Kriege kamen, Kriege gingen, Itchan Kale steht noch.
Heute spielt das Handwerk die große Rolle der aufstrebenden Stadt. Den Touristen werden Teppiche, Seidenwaren, Keramik Produkte und Holzschnitzereien feil geboten.

Brunnen cheiwak

Übrigens, fast einen € mussten wir bezahlen, um den Brunnen, der in einem Privathof steht, zu begutachten.
Dafür erfahren wir, dass Sem, also Noahs Ältester, den Brunnen hat graben lassen.

Das wohl berühmteste Wahrzeichen von Chiwa ist das Mausoleum Pahlawan Mahmud.
‚Der starke Mann‘, ein berühmter Volksheiliger, hat hier unter der tuerkisblauen Kuppel seine letzte Ruhe gefunden.
Er war tapferer Mann, nebenbei ein Arzt und Dichter und hatte ein erfülltes Leben. Immerhin wurde er 79 Jahre.
Der ganze Komplex misst 100 x 50 Meter. Da haben sich seine Freunde mächtig ins Zeug gelegt.

Mausoleum Pahlawan Mahmud

Die Dschuma Moschee ist eine grosse, geschlossenen Halle ohne jegliches Schmuckwerk. Nur wenig Licht  fällt durch die zwei achteckigen, ausgesparten Öffnungen. 213 Säulen tragen die Holzbalkendecke. man meint fast, der Raum sei unendlich.
An den Säulen sieht man die allgegenwärtige, zentralasiatische Schnitzkunst. Von den Stehern hier lassen sich einige bis ins 12. Jahrhundert zurückdatieren.

Dschuma Moschee

 

Itchan Kale, die Medresen

Kommen wir zu den Medresen.
Sind die Moscheen die Orte, wo man sich vor Gott niederwirft, so sind die Medresen die zweitwichtigsten religiösen Bauten.
In den Hochschulen wurde zuerst den Studenten die Verbreitung der Lehre Mohammeds beigebracht.
Die Schulen waren auch immer gleich aufgebaut, riesiger Innenhof, aussen herum die sehr spartanischen Zellen der Schüler, meist auch ohne Fenster. Sie sollten sich halt auf’s Wesentliche konzentrieren.
Nach und nach hielten dann allgemeinwissenschaftliche Fächer Einzug in den Lehrplan, Literatur, Rechtswissenschaft, Medizin, Mathematik und Astronomie.

Medrese Amin Khan

Medrese Amin Khan. Platz für 99 Schüler, größte in Khiva.
Heute ein Hotel.

Medrese Muhammad Rahim Khan II., spätes 19. Jh.

Kommen wir zu den Minaretten, keine Angst , ist nicht die landesübliche Zigarettenmarke.
Menar, Ort wo Feuer (Licht) brennt, haben ihren Ursprung aus dem christlich-syrischen oder auch im buddhistischen Bereich, wer weiß schon, was die Religionsführer früher alles so ausgetauscht haben.
Fünf mal am Tag lässt der Muezzin seine Stimme von der Galerie erschallen. Nicht unbedingt ein Job, wo man alt werden soll. Dazu später.

Minarett der Medrese Islam Hodscha

Das Minarett Kalta Minar vor der Medrese Amin Khan.
was hier aussieht wie der verzierte Kamin eines Atommeilers hat eine kleine Geschichte.

Minarett vor der Medrese Amin Khan

Der Amin Khan, der ja schon die Schule erbaute, hatte ein effektives Ziel.
Er wollte dieses Minarett so hoch bauen, um von der Galerie bis Buchara zu schauen, sind ja nur 400 Kilometer. Nachdem der Fürst aber 1855 in einer Schlacht gefallen war, wurden die Bauarbeiten eingestellt. so hat dieses Bauwerk die ungewöhnlichen Ausmasse von einem Durchmesser von 14,8 Meter und eine Höhe von nur 28 Metern.
Daher auch der Name ‚kalta‘, kurzes Minarett.
Die Kacheln sind auch nicht typisch blau, sondern grün und gelb glasiert.

Minarett der Medrese Amin Khan

Paläste in Itchan Kale

Paläste sind hier eigentlich nicht so üblich, da sie meist bei Eroberungen zuerst zerstört sind.
Tasch Hauli, Steinernes Haus, wurde von Alla-Kuli Khan Mitte 19. Jh. Erbaut.
Der Palst ist in mehreren Baugruppen und eingeschobenen Innenhöfen unterteilt, die von hohen, mit Zinnen bewehrten Mauern umgeben sind.
Man muss ja auch den Festsaal, den Gerichtshof und vor allem den Harem beschützen.
Die Wände  sind auch hier mit den glasierten Kacheln verziert. Die Decken wurden verschieden ausgemalt.

Hof von Tasch Hauli, nur ein sehr kleiner Teil des Palastes.