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Archiv für die Kategorie „Usbekistan“

Moschee Said Scheliker

Außerhalb der Stadtmauer, nahe dem Tor Palwan Darwase im Osten Itchan Kalas, kann man die Moschee Said Scheliker Bei aus dem 19.Jh. besichtigen.
Die Moschee war auch, während andere geschlossen oder zerstört wurden, in der sowjetischen Periode muslimischen Gläubigen zugänglich.

Minarett der Moschee Said Scheliker

Für uns wurde das Minarett eine ganz andere Herausforderung.

Eingang zum Turm, für manch einen kein Problem aus der Truppe.
Die Frage war nur, warum der Lichtschalter Links über der Tür? Drinnen war alles dunkel.

Eingang zum Minarett

Des Rätsels Lösung. Ort, wo Licht brennt, man erinnert sich.
Professionell montierter Scheinwerfer, aber der Muezzin sollte seine Gebete schon auswendig können.

Minarett der Moschee

Aber der Weg den Turm hinauf. 64 Stufen, jede durchschnittlich 30 cm hoch, ein sehr enges, steiles Treppenhaus und kein Licht. Die einzige Birne musste oben in die Galerie. 2000 Som mussten wir auch noch bezahlen.

Innen im Minarett

….aber für einen schönen Blick holt man sich schon mal einen Wadlkrampf.

Ausblick vom Minarett

 

Usbekischer Kulturverein

Leichte Musik und Tanz beim usbekischen Kulturverein.
Nur uns wollten sie nicht mittanzen lassen – eilt unser Ruf uns so weit voraus?

Usbekischer Kulturverein

Ein Notenblatt, bei uns haben die Leute schon Probleme mit fünf Notenzeilen!

Notenblatt

Der Zerberus des Bachtscha Darwese im Norden.
Man bemerke die modischen langen weissen Unterhosen, und das bei jedem Tag über 30 Grad.

 

Die Kohne Ark

Der größte Bau wär jetzt beinah einer Unterschlagung zum Opfer gefallen. Die Kohne Ark, die große Festung. Oft umgebaut sieht sie heute so aus.

Kohne Ark

Hier war die Verwaltung, die Muenzerei, das Arsenal und, wie koennte es auch anders sein, der Harem untergebracht.
Eine 2 m dicke und 9 m hohe Befestigungsmauer umgibt die Anordnung von 4 Innenhöfen.

Itchan Kala

Wenn’s denn interessiert, der Grundriss von Itchan Kala. Fragen dazu bitte später.

Grundriss von Itchan Kala

Persönliches von Peppi

Ich kann’s mir nicht verkneifen: ein usbekischer, zufriedener Chelsea-Fan.

Usbekischer Chelsea Fan

 

Auf dem Weg nach Buchara

Wahnsinn!
Für gerademal 430 km haben wir die Rekordzeit von sage und schreibe 10 1/2 Stunden gebraucht. Davon waren 330 km recht ordentliche Strassenzustände. Die Mopeds funktionieren auch noch recht gut.
Aber der Rest, wow, von Schotter bis Sand über Erde zu unwahrscheinlich schlechtem Teerbelag war alles dabei. Teilweise musste mit Schritttempo gefahren werden.
Du fährst aus der Schotterpiste heraus und freust dich, Teer unter deinen Reifen zu sehen. Dann will man sich die Gegend, die du seither links und natürlich rechts liegen hast lassen, ansehen, schon kommt dir ein Teerloch entgegen. Macht ja nix, weicht man halt aus. Schon fährst du die nächsten drei Schlaglöcher in ihrer ganzen Vollkommenheit aus. Also, wieder zurueckschalten und weiter auf die Strasse konzentrieren. Oh oh oh, schon wieder eins.
Irgendwann wird der Belag besser und uns wird bewusst, dass wir uns mitten in einer Wüste befinden.
Ist doch auch schön.

Auf dem Weg nach Buchara 1

Auf dem Weg nach Buchara 2

 

Buchara

Ein kleines, liebes Hotel, unweit vom Zentrum entfernt, Amulet Hotel.
Erinnert ein wenig an eine Medrese, nur die Zellen, äh, Zimmer sind komfortabel.

Amulet Hotel Buchara

Buchara bei Tag

m 6.Jh. zum ersten Mal urkundlich erwähnt, blickt Buchara aber auf eine 2.500 Jahr alte Geschichte als Kultur- und Handelszentrum zurück. Hier teilt sich auch die Seidenstrasse in die nördliche und südliche. Vor allem der Handel mit China und Indien war für diese Stadt wichtig.
Heute noch ist der Verkauf von handwerklichen Gütern ein grosser Bestandteil dieser Stadt, da wären Baumwolle, Seide, Goldstickereien, Kupferarbeiten, Teppiche und Schmuck.
In der neueren Zeit ist ein wesentlicher Wirschaftszweig dazugekommen, eines der Grössten Erdgasvorkommen der Welt (500 Mrd. qkm).

Hier sehen wir eine Kosch, das heisst , zwei gleich grosse Gebäude stehen sich auf einer Achse gegenüber. Links die Medrese Mir-e Arab und rechts die Moschee Kalan.

Kosch

Das kleine Gebäude mit dem Kuppeldach ist auch eine Medrese, ein Medreschen, wenn man so will.
Das Minarett daneben, mit seinen 46,5 m Höhe, ist das eigentliche Wahrzeichen von Buchara.
Auch hier ruft der Muezzin fünf Mal am Tag seine Gebete in die Runde.
es hatte aber in füheren Zeiten eine ganz andere Geschichte. Zum einen als Leuchturm, um den Karawanen den Weg zu weisen, zum anderen, es war eine Richtstätte.
„Art der Hinrichtung bestand darin, die Delinquenten in einen Sack zu stecken, diesen fest zu verschnüren, ihn auf einen hohen Turm (Minarett Kalan) zu bringen und dann samt Inhalt herab zu werfen.“

Mausoleum der Samaniden.
Ältestestes und wertvollstes Bauwerk Zentralasiens, sagt der Usbeke. 9./10. Jahrhundert.
Hier soll tatsächlich Ismail ibn Ahmad begraben sein. Wer immer das auch ist.
Eine Geschichte dazu.

Mausoleum der Samaniden

Der Samanidenherrscher brachte wirtschaftlichen Aufschwung ins Reich, machte aber einen üblen Fehler.
Er fuehrte Arabisch statt Persisch als Amtssprache ein, um sich mit den Menschen der Karawanen im geistigen Austausch zu messen. Immer mehr zog es ihn zu den Gelehrten hin.
Er genoss diese Gespräche und vernachlässigte ganz obendrein sein Ha.., nein, seine Pagen, die ghulam. Und die brachten ihn dann kurzer Hand um.
Eifersucht ist eine Leidenschaft, die voll Eifer sucht, was Leiden schafft.

Das ist eine Moschee, ja ja. Hier fehlen zwar die Kuppeln, oder sind vielleicht grade zur Reparatur, aber das ist die Moschee Bala Haus.
42 m Breit, 10 m tief, zwei Reihen je zehn 12,5 m hohe Holzsäulen stützen die offene Vorhalle, die den Kuppelbau vollkommen verdeckt.
Als wir in der Moschee waren, wurden wir kurz darauf aufgefordert, sie wieder zu verlassen, da eines der fünf Gebete anstand.

Moschee Bala Haus

Basar von Buchara

Diese Kuppeldächer, so unsere Meinung, ist sicher eine Moschee. Aber da täuscht sich der Mitteleuropäer. So sehen hier die Basare aus, die wie ein Kreuzgang angeordnet sind und dadurch auch komplett überdacht sind.
So wurden die Waren bei jedem Wetter angepriesen, nicht dumm, der Bucharer.

Basar von Buchara

Handwerkelst, ohne Vorlage oder Aufzeichnung macht der junge Mann das frei aus dem Handgelenk.
vielleicht ist eine alkoholfreie Zeit doch mal zu ueberdenken.

Hohe Handwerkskunst

Der Schmuckmarkt, das ist nur eine Reihe, Links davon sieht’s genauso aus.

Schmuckmarkt auf dem Basar

Der kluge Usbeke baut vor, kauft sich bei 30 Grad im Schatten schon die Fellmütze für den Winter.

Der Kluge baut vor

Buchara, der Rundgang geht weiter

Für manche Medresen, die nicht im Stadtzentrum liegen, ist dann anscheinend auch kein Geld übrig. wir lassen es uns 2.000 Sum kosten, um auch diese zu besuchen.
Da man bei dieser Schule keine Verbote hatte und überall, wo es zugänglich war, man seine Nase reinstecken durfte, lernten wir dabei auch was.
Im Erdgeschoss sind die Zellen der Schüler spärlich, eine engen Kammer, karg, ohne Zierwerk oder Fenster.
Oben, die Zimmer der Muftis waren schon geräumiger, oft noch mit einem Bücherbord oder sogar einer Nische bestückt. Auf jeden Fall schon mit Fenster.
Dann gab es noch Räume, und zwar die, für die Ober-Muftis, die hatten neben dem Fenster auch noch einen kleineren Nebenraum, aber auf alle Fälle schon einen kleinen Kamin.

Medrese am Stadtrand von Buchara

Moschee Maghak-e Attari, eine der ältesten, erhaltenen Moscheen Zentralasiens, Anfang 1930 unter einen dicken Schicht Schutt und Sand freigelegt.

Moschee Maghak-e Attari

m Prader bluehn wieder die Bäume…
Ein kleines Vergnügungsviertel im Samaniden-Park.
Man beachte, das Karussel wird von zwei Ventilatoren angetrieben.

Samaniden-Park