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Archiv für die Kategorie „Tibet“

26.10.13 Ausblick

Wir werden dann ab morgen den Friendship-Highway wieder zurueck fahren und bei Latse in Richtung nepalesische Grenze abbiegen.

Dort werden wir sie dann auch endlich pfluecken koennen, die Schwammerl, die Hugl, die 8000er.

Auf unserem Routenplan steht noch der Besuch von Kloster Rongbuk und dem Basislager des Everest.

Doch da sah es letzte Woche noch sehr schlecht aus. Es hiess, die Paesse sind wegen Schneefall alle zu und es sei auch ein Touristin dort in der Kaelte gestorben.

Die Wende kam dann gestern abend, als unser Guide mitteilte, Paesse offen bis Rongbuk, aber Basecamp geschlossen. Eine Loesung, mit der wir siche leben koennten, denn die 7 km zum Basecamp reissen auch nicht mehr viel raus.

Uns seht also noch eine oder zwei klare Naechte in fast 5000m Hoehe bevor, die wir aber gern in Kauf nehmen werden, denn schliesslich war der hoechste Berg der Erde doch das erklaerte Ziel der Reise.

Wir sind guter Dinge und melden uns dann aus Kahtmandu wieder, und dann duerfte der Kas gegessen sein.

Viele Gruesse aus Lhasa

Joe und Brummi

27.10.13 Ein Traum in tuerkisblau und weiss

Der letzte Teil der Tibetreise beginnt. Wir brechen um 10.00 Uhr von Lhasa auf und muessen zurueck nach Lhaze und von dort auf dem Friendship-Highway zur nepalesischen Grenze. Doch unser Guide schlaegt einen Umweg ueber den Yamdrok Yumtso See vor, der etwas weiter suedlich liegt. Wir sind natuerlich alle einverstanden, brauchen wir doch so nicht genau die gleiche Strecke zurueck fahren.

Nach Qushui erklimmen wir einen ersten kleinen Pass (nur 4799 m) und als wir die Passhoehe erreichen, bietet sich ein fantastischer Ausblick. Vor uns liegt der tuerkisblaue See, begrenzt am begrenzt am westlichen Ende durch den 7138 m hohen schneebedeckten Karo La.

Wir fahren langsam zum See hinunter und dann an dessen Ufer entlang ebenfalls Richtung Westen. Immer wieder halten wir bei Traumwetter zum Fotografieren.

Abends finden wir Quartier im Hotel in Gzantse.

28.10.13 Everest?

Als wir morgens aus dem Fenster blicken, friert es uns in unserem nicht beheizten „Hotelzimmer“ nur noch mehr – es schneit.

Wir packen zusammen und haben wieder einen kalten Tag vor uns, bei dem wir zusaetzlich auf die Strasse achten muessen, denn immer wieder ist es nass und sehr rutschig. Man weiss nie, ob nicht doch ein Abschnitt gefroren ist.

Doch es ist ein besonderer Tag, denn er wird die Entscheidung bringen, ob wir morgen zum Kloster Rongbuk fahren duerfen, dass nur 7 km vom Basecamp des Everest entfernt ist. Das Basecamp selbst ist schon seit Tagen geschlossen.

Abends uebernachten wir in Shelkar. Von dort zweigt in nur 10 km Entfernung die mittelschwere 95 km lange Schotterpiste zum Kloster Rongbuk ab.

Im Hotel gibt es dann hitzige Diskussionen. Der Franzose moechte plotzlich ueberhaupt nicht zum Everest rein fahren. Die anderen trauen die Strecke ihren alten Mercedes Kastenwagen nicht zu. Das Ende vom Lied ist, dass wir die Strecke nicht mit den Bikes zurueck legen werden, sondern in einem Kleinbuss. Der Franzose bleibt draussen und wartet einen Tag – was fuer ein Fehler!!!!

29.10.13 Das eigentliche Ziel der Reise

Ich schlafe die ganze Nacht sehr unruhig. Immer wieder schaue ich vom Bett aus aus dem Fenster und ab Mitternacht klart es ploetzlich auf und die Sterne sind da.

Unser Guide hat gestern mit einem Freund telefoniert, der mit seiner Gruppe am Everest war – alles in Wolken und Nebel. Wie wird es heute dort aussehen?

Ich verlasse mich auf meine Wetterglueck, das mich eigentlich noch nie im Stick gelassen hat. So war es auch 2001, als wir in Alaska am Denali, den Mt. Mckinley waren, der nur knapp 80 Tage im Jahr frei zu sehen ist. Abends schaelte er sich aus den Wolken und lag wie gemalt vor uns.

Wir brechen schon um 08.00 Uhr auf, eben beginnt es zu grauen und es ist wolkenlos.

Muehsam arbeit sich der Van die Piste entlang, uns wird es die 7 Stunden Fahrzeit gehoerig durchschuetteln (nicht schon wieder, saesse ich doch nur auf der Queen, da macht Schotter eigentlich immer Spass und diesmal haetten wir auch das Gepaeck zurueck lassen koennen).

Nach kurzer Anlaufzeit geht es bergauf, vor uns liegt 5120 m hohe Pang-La-Pass. Je hoeher wir kommen, desto mehr Schnee liegt. Schliesslich erreichen wir die Passhoehe sind ueberhaupt nicht vorbereitet, unser Fuehrer hat kein Wort gesagt.

Einem jeden vor uns verschlaegt es den Atem. Vor uns liegt eine unbeschreibliche Landschaft aus Schnee und Eis, die gekroennt wird von 5 der 14 Achttausender, die es auf der Erde gibt. Gekroent vom unbestrittenen Koenig der Berge, dem Everest, der majestaetisch ueber allem thront.

Und das wieder bei Bilderbuchwetter – unfassbar.

Ganz links im Osten der Makalu, daneben der Everest, in dessem Gipfelwindschatten sich eine leichte Wolke gebildet hat, die den Blick auf den direkt dahinter liegenden Lhotse etwas erschwert. In Richtung Westen folgen der Cho Oyu und schliesslich der Shishapangma.

Nur widerwillig reissen wir uns los und fahren durch unzaehlige Kehren talwaerts.

Drei Stunden spaeter erreichen wir das Ziel unserer Reise, das ueber 5200 m hoch gelegene hoechste Kloster der Welt, Rongbuk. Doch das interessiert uns beim Aussteigen ueberhaupt nicht. Wir stehen praktisch am Fuss des hoechsten Berges der Erde und der Anblick ist einfach nur atemberaubenden.

Wir klettern ein wenig im Kloster umher, das an einem Hang liegt und muessen uns immer wieder nach Atem ringend mit den Haenden auf den Knien abstuetzen. Und da steigen einige auch noch auf diesen Riesen hinauf – Irrsinn.

Ueber eine Stunde machen wir Bilder und nach dem Lunch im gemuetlichen Klosterrestaurant geht es auf den Rueckweg.

Ein mehr als traumhafter Tag!

30.10.13 Der Friendship-Highway – unbedingt eine der Prachtstrassen der Welt

Fruehmorgens verlassen wir Shelkar, wieder scheint die Sonne, es hat -7 Grad.

Langsam fahren wir weiter Richtung Grenze und geniessen noch einmal die tibetische Landschaft, bei der unten im Tal erneut die Farbe Ocker dominiert.

Langsam naehern wir uns dem 5133 m hohen Thong-La-Pass und erneut haben wir keine Ahnung, was uns noch erwarten soll. Je hoeher wir kommen, desto mehr nimmt der Schnee zu, wir sind im Himalaya-Hauptkamm. Hier hat es vor einer Woche heftig geschneit, der Pass war tagelang gesperrt und ist inzwischen geraumt. Immer wieder stehen riesige Schneesaulen in der Strasse, die im gleisenden Sonnenlicht nicht schmelzen, hier oben ist es zu kalt.

Wir klettern hoeher und trauen unseren Augen nicht. Vor uns liegt eine Strasse, die durch eine maerchenhafte Winterlandschaft direkt auf die vor uns liegenden Siebentausender hinzufuehren scheint. Mit einem unbeschreiblichen Hochgefuehl klettern wir stetig hoeher und auf der Passhoehe verschlaegt es uns erneut den Atem. Direkt rechts neben uns liegt der Shishapangma in seiner ganzen Pracht, einer der am schwierigsten zu besteigenden Achtausender der Erde.

Ich bin schon viele Passstrassen gefahren und kenne fast alle in den Alpen. Doch keine kann sich mit dieser hier messen.

Wir fahren langsam talwaerts und es scheint ploetzlich, als kommen wir in eine andere Welt. Es wird zusehens waermer und innerhalb eines Kilometers ist auf einmal alles gruen. Wir haben den Suedrand des Himalayas erreicht und Uebernachten in Zhangmu, dem chinesischen Grenzort direkt an der nepalesischen Grenze.