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Archiv für die Kategorie „Bolivien 3“

18.06.2016 Magischer Salar de Uyuni

Der Salar de Uyuni ist mit 10.000 qkm der größte Salzsee der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren gebildet. Der Salar ist stellenweiße über 100 m tief und liegt auf einer Höhe von 3600 m.

Die Nacht war kurz im Salzhotel in San Juan, denn bereits um 5 Uhr sitzen wir wieder im Jeep. Wir wollen den Sonnenaufgang auf dem Salar erleben. Ephrahim gibt ordentlich Gas und so sind wir schon beim ersten Morgengrauen vor Ort.

K1600_vor Sonnenaufgang

Eintreffen beim ersten Tageslicht

Dann folgt ein Naturschauspiel, wie ich es nur selten erlebt habe. Langsam wird es heller, die Fläche des Sees wechselt vom Grau ins Weiß und hinter uns erstrahlen die Berge im ersten Sonnelicht.

K1600_Berge Sonnenlicht

 

Erste Sonnenstrahlen in den Bergen hinter uns

Dann der erste Sonnestrahl, wieder ist es bitterkalt, doch wir sind alle Freien, keiner möchte sich das entgehen lassen. Nach wenigen Minuten erstrahlt alles um uns herum im reinsten Weiß.

K1600_Sonnenstrahlen

Der erste Sonnenstrahl

K1600_direkt am Salz

Wir denken, wir stehen auf Eis, doch wir rutschen keinen Milimeter – das Salz ist hart, als wäre es gefroren und reicht, soweit das Auge sehen kann.

Zum Frühstück fahren wir zur Isla Incahuasi, einer Insel mitten im Salar, auf der bis zu 5000 Jahre alten Kakteen stehen.

K1600_Kakteen

Auf der Isla Incahuasi

K1600_so hoch

Soooo groß

Es ist schon nach Mittag und wir sind seit über 6 Stunden auf dem Salar. Wir haben noch gehalten, bevor wir ihn in Uyuni verlassen und die obligatorischen „Salar-de-Uyuni-Fotos“ gemacht. Das gehört einfach dazu.

K1600_Karl im Griff

Karl tanzt

K1600_Umblassen

Karl im Sturm

K1600_Riese

Bad Giant Karl vs Poor Small Brummi

In Uyuni sind wir zum Lunch und brechen dann auf, wieder zurück Richtung chilenische Grenze, die wir nach einer weitern Nacht in einem Hostel am Freitag gegen 08:30 Uhr erreichen.

Bereits kurz vor 12 Uhr sind wir wieder in unserem Hostel in San Pedro de Atacama.

Fazit der Jeeptour: Sicher wäre es ein toller Spass gewesen, auf der Queen mit über 100 Sachen über den Salar zu jagen – doch man kann im Leben nicht alles haben. Ich bin mir sicher, dass wir, wären wir wirklich mit den Bikes durchgekommen, nicht die Hälfte von dem gesehen hätten, was wir auf der Jeeptour erleben durften. Und die Wege waren wirklich brutal schlecht, geschweige denn von der Navigation. Als die Kupplung der Queen fast den Geist aufgab, habe ich mir noch gedacht: „Wer weiß, für was es gut ist?“ Wahrscheinlich war es vielleicht sogar besser so!

 

18.06.2016 Lagunenroute im Altiplano

Dienstag, 14.06. – Freitag, 17.06.16 (58. – 61. Tag)

Wir werden um 8 Uhr am Hostel zur Jeeptour über die Lagunenroute und den Salar de Uyuni abgeholt. Bis wir uns zweimal umsehen, sind wir wieder auf 4200 m Höhe und zum dritten Mal in Bolivien. Hier oben an der Grenze, die einfachste, die wir bisher gesehen haben, nur ein kleines Häuschen, ist es wieder einmal eisig kalt und es weht ein furchtbarer Wind.

K1600_Blanca

Laguna Blanca (weiß)

Wir verkriechen uns in einen kleinen Schuppen und bekommen Frühstück. Die Verpflegung ist auf der ganzen Tour ausgezeichnet, genauso wie das Wetter (keine Wolke die vier Tage), das Fahrzeug, ein Toyota Landcruiser (es ist wirklich unglaublich, was diese Dinger alles einstecken können und wie man mit ihnen in diesem brutalen Gelände fahren kann) und die gesamte Reisegruppe. Sie besteht aus dem Guide Ephrahim, ein Bolivianer, einer Brasilianerin, einer Argentinierin, einem Spanier und uns beiden Deutschen. Ich war noch nie mit so hilfsbereiten, höflichen und rücksichtsvollen Menschen unterwegs, wirklich ein Glücksfall.

K1600_Reisegruppe

Die Reisegruppe von links: Spanien, Argentinien, Brasilien, Bolivien und 2x Deutschland

Übernachtet wird immer auf Höhen zwischen 3600 und 4200 m in einfachen, natürlich nicht beheizten Hostels. Zum Glück habe ich meinen Schlafsack dabei, sodass es mich wenigstens nachts nicht friert, obwohl das Thermometer draußen bis auf -10 Grad sinkt.

K1600_Salzhotel

Im Salzhotel ist sogar der Boden aus Salz

Nachdem wir los gefahren sind, erreichen wir schon nach kurzem die Grenze zum Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, dem Nationalpark, in dem die ganzen Lagunen liegen. Er wird jährlich von ca. 60.000 Touristen besucht, alle sind mit den Jeeps unterwegs. Dies geht auf Kosten der Fauna (fast jeder Jeep sucht sich seine eigene Fahrspur) und der Tierwelt, die schon erheblich geschädigt sind. Es wäre dringend erforderlich, hier für Ordnung und eine vernüftige Straße zu sorgen, die dann alle benutzen müssen, aber Ephrahim meint dazu nur, dass Bolivien kein Geld für eine solche Straße hat.

K1600_Verde

Laguna Verde (grün)

Unsere Tour verläuft am ersten Tag über die Laguna Blanca, die Laguna Verde, den Salar de Chalviri, das Geothermalgebiet Sol de Manana (4850 m) bis zur Laguna de Colorada.

K1600_Chalviri

Karl scheute sich nicht, am Salar de Chalviri in die Therme zu gehen – kein Wunder

K1600_colorado1

2x Laguna Colorada (rot)

K1600_colorado2

Am zweiten Tag folgten dann die Lagunen Honda, Chiar kota, Hedionda und Canapa. Übernachtet haben wir in einem Salzhotel (hier ist wirklich alles aus Salzstein gebaut) in San Juan.

 

K1600_Manana

Geothermalgebiet Sol de Manana

K1600_Flamingos

2x Laguna Canapa

K1600_Canapa

Über den Höhepunkt der Tour, den Salar de Uyuni, gibts natürlich eine extra Seite.