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Archiv für die Kategorie „Argentinien 1“

25.04.2016 Iguazu

Sonntag, 24.04.16 (7. Tag)

Es gibt wenige Orte auf der Welt, die mir beim ersten Blick darauf den Atem genommen haben: der Grand Canyon, der Karakul-See in Tadschikistan und der Everest gehörten dazu. Und ab heute zählen die Iguazu-Wasserfälle sicher dazu. Wenn der Herrgott die ganzen phantastischen Wasserfälle Islands nehmen und nebeneinander aufreihen würde, vielleicht hat er es ja getan, dann würden wahrscheinlich die Iguazu-Fälle dabei herauskommen.

Doch wieder der Reihe nach. Der Tag beginnt mit einem 150 km langen Umweg. Eine Brücke ist eingestürzt. Eine Umweg freut uns natürlich soweiso nie, aber heute schon gar nicht, denn wir wollten die restlichen 300 km bis zu den Fällen, möglichst schnell hinter uns bringen, um uns heute noch die argentinische Seite, die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien verläuft genau durch die Fälle, in Ruhe ansehen zu können.

So treffen wir erst um 13 Uhr in Iguza ein und haben immer noch genügend Zeit. Es sind fast keine Besucher hier, es ist Herbst, und die Hochsaison ist schon lange vorbei.

Die Iguazú-Wasserfälle bestehen aus 20 größeren sowie 255 kleineren Wasserfällen auf einer Ausdehnung von 2,7 Kilometern. Einige sind bis zu 82 Meter, der Großteil ist 64 Meter hoch.

Erst gegen 18 Uhr verlassen wir den Park und müssen noch heute über die Grenze nach Brasilien. Diesmal stehen zwei Stunden auf dem Programm. Der Computer ist zu langsam und immer wieder hängt sich der Drucker auf. Es wäre auch in einer halben Stunde gegangen, aber dies ist Südamerika, alle haben die Ruhe weg und Joe, der perfekt Portugisisch spricht, unterhält alle perfekt. So lassen uns die Grenze am Ende sogar auf ihrem Rechner, wenigstens geht das Internet problemlos, ein Hotel suchen und stehen uns kräftig um Rat und Tat zur Seite. So wird es 21 Uhr, bis wir das Hotel erreichen, müde das Zeug aufs Zimmer und ohne Duschen sofort zum Essen und zum Biertrinken. Nach dem Flüssigkeitsverlust den ganzen Tag, macht es eigentlich nur noch „Zischhhhhhhh.“

 

Montag, 25.04.16 (8. Tag)

Ich kann es einfach nicht glauben – wir sind schon eine Woche unterwegs.

Eigentlich wollten wir heute die brasilianische Seite der Wasserfälle ansehen, doch daraus wurde nichts. Ununterbrochener Regen den ganzen Tag!

Viel Zeit zum Sachen durchchecken und ordnen und für mich zum Aufholen der Erstellung der Reiseberichte.

Wenn wir Glück haben, gibt es das nächste WiFi am Zeltplatz im Pantanal, unserem nächsten Ziel.

Iguazu

25.04.2016 Argentinien

Samstag, 23.04.16

Wir haben die Nacht direkt an der Routa 14 verbracht. Es gibt ein großes Problem hier in Argentinien, das wir auch schon in Uruguay beobachten konnten. Neben der Straße ist alles durch Zäune abgesperrt. Es ist also wirklich ein Problem, abends einen halbwechgs ordentlich und sicheren Platz zum Übernachten zu finden.

Doch nicht allein die Zeltplatzsuche ist schwierig, auch andere Tierchen versuchen hartnäckig uns die abendlichen Stunden am Zelt zu vermiesen: „Gössen“, wie der Österreicher zu sagen pflegt – Staunzen, Mosquitos, Drecksviecher, Ver….. Peppi kann ein Lied davon singen, welchen Horror ich davor habe. So funktioniert auch die abendliche Dusche aus dem Wassersack nicht oder eben nur mit 10- 20 neuen Einsichen.

Die Fahrerei in Argentinien ist eintönig. Gerade Straßen, aber wenig Verkehr. Wir hatten eh nicht vor, hier viel Zeit zu verbringen. So geht es Km um Km weiter in Richtung Norden.

Zu guter Letzt wird es auch noch wärmer, und das ist noch positiv ausgedrückt – es wird heiß. Den Pullover unter dem Kombi haben wir schon lange ausgezogen und abends, kurz vor 18 Uhr, wir Übernachten wieder direkt neben der 14er, zeigt das Thermometer fast noch 30 Grad. Nach dem Aufbauen der Zelt läuft uns der Schweiß fast in Strömen runter. Da hilft nun doch nur die Dusche aus dem Wassersack, doch 5 Minuten später müsste ich eigentlich schon wieder Duschen.

In dieser Nacht verbringe ich die wärmste Nacht, die ich je in meinem Zelt verbracht habe und ich sehne mich jetzt schon nach der kühlen Luft der Anden. Drei Stunden lang schlaf ich nicht ein, der Schweiß kommt nicht zum stillstand, immer wieder gehe ich vor das Zelt, um ein wenig abzukühlen, doch Offenlassen geht auch nicht – die Gössen! Schließlich schlafe ich doch ein und die fehlenden drei Stunden sind überhaupt kein Problem, denn die Nacht hat hier ja schließlich fast 12 Stunden.

Was bleibt uns also von unserem ersten Besuch in Erinnerung: 1500 km Pistenschubben, gerade, langweilige Straßen, sehr wenig Verkehr, die längsten Zäune der Welt, Hitze und Gössen.

K1600_Irgendwo in Argentinien

25.04.2016 Buenos Dias Argentina

Das uralte WM-Lied von Udo Jürgens summe und singe ich im Helm vor mich hin, alls wir anderen Morgen gegen 11 Uhr auf die argentinische Grenze zu fahren.

Doch der Reihe nach:

In der Nacht wurde es auf der Hazienda richtig kalt. Durch die Ausatmung wurden die Zelte auch innen richtig nass. Ich habe nicht damit gerechnet und abends mein Zelt nicht ordentlich abgespannt, sodass das Innenzelt an den Beinen am Außenzelt angestoßen ist und der Schlafsack so morgens ziemlich nass war. Die erste kleine Lehrstunde, die der erfahrene Camper eigentlich wissen müsste, aber Schwamm drüber, schnell ist die Sonne da und bei der Abfahrt gegen 10 Uhr ist wieder alles trocken. Natürlich haben wir auch gleich nach der ersten Übernachtung im Freien unseren Benzinkocher zum Kaffeetrinken angeworden und wieder gabs Problem. Ich habe jedoch bei unseren beiden Reisen noch kein technisches Problem gesehen, dass Joe nicht lösen konnte und zischt auch diese Mal nach 30 Minuten der Kocher mit der richtigen blauen Flamme und schnell ist der Kaffee fertig.

Der Grenzübergang ist hier im Vergleich zu Asien das reinste Kinderspiel. Nach 30 Minuten ist alles vorbei und schon am 5. Tag unserer Reise sind wir in Argentinien, dem Land unseres großen Fußballrivalen und das mit den eigenen Bikes – bestes Wetter, kein Verkehr, ein Traum.

Probleme am Kocher