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Archiv für die Kategorie „Reiseblog Südamerika“

03.10.16 Resümee der Reise

Hier nun ein verspätetes Resümee der Südamerikareise. Die einzelnen Punkte sind kräftig durch gemischt und nicht geordnet.

 

Gefahrene Km: um die 14.500

 

Dauer der Reise: 11 Wochen

 

Kosten: irgendwo zwischen 5.000 und 10.000 Euro

 

Die Route:

Nach mehrmaliger Umfrage war ich schließlich der Einzige, der sich bereit erklärt hat, eine erste  Routenplanung zu übernehmen. Dies geschah dann in den Monaten Januar und Februar 2016. Zu Beginn habe ich mir einen guten Reiseführer Bolivien/Peru gesucht, meine Wahl fiel auf den von „Reiseknowhow“. Der wurde von hinten bis vorne durchgearbeitet und alle interessanten Orte in eine Landkarte übertragen. Danach habe ich dann die Route so gelegt, dass möglichst viele dieser Orte von ihr gestreift wurden. Es folgte eine grobe Überprüfung, ob es so überhaupt von den Kilometern und der Zeit her machbar ist.

Doch dies war noch nicht alles. Ich erstellte eine Routentabelle, in die viele Daten, wie etwa Temperatur, Sonnenauf- und –untergang, Regenwahrscheinlichkeit und vor allem der Straßenbelag (Asphalt oder Schotter) aufgenommen wurde. Eine Heidenarbeit. Zuletzt habe ich dann anhand dieser Daten die Tagesetappen und die Übernachtungsorte festgelegt.

Insgesamt kann ich wirklich behaupten, dass sich die viele Arbeit (fast zwei Monate) ausgezahlt hat. So wie die einzelnen Etappen festgelegt waren, waren sie auch meistens mach- oder fahrbar. Wenn Informationen über den Straßenbelag nicht stimmten, dann viel dies meist zu unseren Gunsten aus, d. h. aus Schotter wurde Asphalt.

 

Die Motorräder:

Über die Queen gibt’s natürlich ein eigenes Kapitel. Die drei BMW`s haben die Reise sehr gut überstanden. Karl hatte zum Schluss noch einen harmlosen Umfaller, bei dem einer seiner Koffer leicht eingedrückt wurde, sonst blieb die GS heil. Joe und Hermann hatten beide Schäden an der Vorderradfelge, bei Hermann waren es sogar beide Felgen. Hermann übersah einen Stein auf der Straße, bei Joe war ein Schlagloch der Verursacher.

IBei Hermann kam noch der Verlust eines Koffers dazu, der ja bekanntlich durch eine bolivianische handgemachte Holzkiste ersetzt wurde.

Bis auf die kaputten Felgen hatten wir keinen einzigen Platten und auch über 5000 m gab es kein Halten.

 

Die Queen:

Als 60 km vor dem Salar de Uyuni um ein Haar meine Kupplung fast komplett den Geist im Sand aufgegeben hatte, machte ich mir kurz richtig Sorgen, ob ich die alte Dame überhaupt wieder nach Hause bringen würde. Zum Glück konnte ich die Kupplung dann soweit heraus drehen, dass ich die letzten 1500 km bis Santiago, allerdings dann nur noch auf Asphalt, doch noch problemlos fahren konnte. Leider hat wieder die Tachowelle, wie auch schon in Asien, den Geist aufgegeben. Sonst? Alte Liebe rostet nicht, wir waren wieder einmal ein Herz und eine Seele. Dass ihr auch Höhen über 5000 m nichts anhaben, konnte ich schon im Himalaya feststellen und dass sie und mein Koffersystem auch den gröbsten Schotter wegstecken, hat sie nun schon öfter zur Genüge bewiesen.

Ein besonderer Moment war es zweifellos, als der Tacho in Brasilien auf die 100.000 umsprang. Leider war ich alleine, die anderen waren weit voraus, und so feierten wir diese Minuten eben angemessen zu zweit mit einem kleinen Schluck Rum und vielen, kurzen Erinnerungen, bei denen sogar etwas Wehmut aufkam.

Als mich Joe einmal fragte, warum ich sie überhaupt noch mit zurück nehme, denn die Transportkosten seien doch höher als der Wert, antwortete ich: „Meine Frau würde ich auch nicht hier lassen, nur weil sie auch schon ein wenig älter ist.“

26.09.16 Zertifikat von Atmosfair

Wie schon bei der Asienreise habe ich auch diesmal den durch mich verursachten Ausstoß von Treibhausgasen bei Atmosfair kompensiert:

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31.08.16 Der letzte Akt – die Queen ist zurück

Fast zwei Monate mal kurz ein wenig auf dem Pazifik, dem Panamakanal und auf dem Atlantik herum geschippert – so schön möchte ich es auch haben. QUEEN müsste man heißen.

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Ankunft in Kipfenberg im Hänger

Spaß beiseite! Am Samstag kam die BMW von Karl und die Twin bei Karl in Kipfenberg an. Es hat alles super geklappt. Keine Beschädigungen, Gerät vollzählig, nicht mal die kleinste Spur von Salz an den Bikes – wirklich top und richtig, richtig dickes Lob an Olaf Kleinknecht und seine Firma Intime. Ich kanns nur bestätigen, eine der Topadressen für weltweite Motorradtransporte. Und ich finde, auch der Preis kann sich sehen lassen: 1900 Euro pro Bike von Santiago bis hier vor die Haustüre. Genau nach Angebot, kein Ärger mit dem Zoll, keine versteckten Zusatzgebühren. Ich kann nur sagen: GERNE WIEDER!!!!

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Karl hat den ersten Blick auf die Bikes – schaut gut aus!

Nachdem in noch eine Woche kurz in Urlaub war, konnte ich die Queen erst am Dienstag holen. Ein wenig enttäuscht war sie schon, dass sie nicht gleich nach Hause durfte, sondern erste den Umweg über Geisenhausen zu AQ, meinem Hauptsponsor, nehmen musste, wo ihr eine neue Kupplung spendiert wird.

 

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Endlich wieder festen Boden unter den Füßen, äh Reifen natürlich

Mitte März ging die Reise für meine Honda los und nun, nach fast 6 Monaten, fällt der Vorhang – der letzte Akt einer absolut famosen Reise!

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Das wars! Welcome home, Queeni!

03.07.2016 Glücklich und pünktlich zurück

Donnerstag, 30.06.16 (74. Tag)

Pünktlich um 09 Uhr verlassen Karl und ich unser „Luxushotel“ Bonaparte in Santiago, in dem wir auch die letzte Nacht in Südamerika verbracht haben. Der Transfer zum Flughafen wurde vom Hotel organisiert und kurz vor 10 Uhr betreten wir die Eingangshalle.

Anden-2007

Hier nochmal das Bild aus dem Jahr 2006

Die Schlange am Schalter der Iberian ist nur kurz und schon haben wir eingecheckt. Die letzten Dollars (Glenfiddich) und Pesos (Wasser und Schokolade) werden mehr oder weniger sinnvoll ausgegeben und pünktlich um 12:30 Uhr sind wir in der Luft.

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Der Pazifiknebel gewährt uns kaum einen Blick auf die herrlichen Berg, …

Und wie schon vor 10 Jahren schraubt sich, diesmal ein riesige Airbus, unglücklicherweise voll besetzt, langsam in die Höhe, die Anden sind immer noch ein hohes Hindernis.

Anden2

… die jetzt im Winter tief verschneit sind.

Leider ist diesmal von den Bergen nicht viel zu sehen, der Pazifiknebel schenkt sich wegen uns keine Pause. Erst als wir eine Flughöhe von 10.000 m erreicht haben, nimmt der Pilot Kurs in Richtung Nordost und die prächtigen Berge zeigen sich uns, wenn sich eine Lücke in den Wolken findet, tief verschneit.

 

Freitag, 01.07.16 (75. und letzter Tag)

Nach fast 13 Stunden Flug (erneut habe ich es geschafft, ohne die Toilette benutzen zu müssen), erreichen wir um 07 Uhr Ortszeit pünktlich zum Sonnenaufgang Madrid. Auf dem riesigen Flughafen dauert es fast eine halbe Stunde, um zum Gate für unseren Anschlussflug nach München zu kommen. Aber auch das klappt alles reibungslos und nach weitern 2:15 Std. betreten wir pünktlich um 11:30 Uhr nach fast einem viertel Jahr wieder bayerischen Boden, der uns natürlich mit Weißwurst und Weißbier begrüßt.

Ausgestattet mit einem Bayernticket sitzen wir um 13:30 Uhr im Nahverkehrszug nach Nürnberg. Karl verabschiedet sich in Ingolstadt und kurz darauf trifft mich Gaimersheim fast der Schlag. „Vor uns hat sich auf den Gleisen ein Unfall ereignet. Wir müssen hier auf unbestimmte Zeit warten. Steigen Sie bitte ruhig aus und rauchen vielleicht ein Zigarettchen. Ich werde Sie rechtzeitig informieren, wenn es wieder weiter geht,“ gibt ein sehr netter Zugbegleiter bekannt. „Vorm Loch verreckt,“ ist mein erster Gedanke, in 20 Minuten wäre ich in Dollnstein gewesen – aber es kommt wieder einmal nicht so schlimm wie befürchtet und nach nur 15 Minuten gehts weiter. So erreiche ich um 15:15 Uhr Dollnstein, Ortszeit Chile 09:15 Uhr, ein Reisemarathon von über 24 Stunden liegt hinter uns. Dies ist allerdings nach dem herzlichen Empfang am Bahnhof schnell vergessen. Kaum zu glauben haben wir es wie geplant geschafft – wieder einmal!

Zuhause

Meine vier Wölfe haben schon lange auf mich gewartet

29.06.2016 Gute Reise, meine Süße

Zum Schluß ging wieder einmal alles ganz schnell:

Kurz nach 9 Uhr waren wir am Hafen von Valparaiso im Büro vom Handelspartner von Intime. Es wurden Kopien von unseren Papieren gemacht, dann gings noch schnell zum Notar (von denen gibts in Südamerika ungefähr 523 % mehr als bei uns in Europa; hier muss anscheinend alles beglaubigt werden frei nach dem Spruch: wer nichts wird, wird Wirt (hier: Notar)), wo die Vorlage unserer Pässe mit Fingerabdruck beglaubigt wurden.

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„Oh Gott, nein, nicht schon wieder in so einen blöden Container!“

Dann noch schnell, die letzten in Südamerika, 15 km zum Containerlager. Nach kurzer Zeit wurde uns in einer Halle ein stilles Plätzchen zugewiesen, unter ständigem Gemurre der Queen, sie wollte nicht schon wieder für 3 Wochen in einen Container, habe ich alles ordentlich verstaut, die Batterie wurde abgeklemmt und dann war Ruhe!

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„Wie? Und wie lange soll ich jetzt hier mit diesen beiden Angebern stehen?“

Gute Reise – wir sehen uns hoffentlich im August!

Für uns gings mit dem Bus zurück nach Santiago und morgen Mittag in den Flieger. Resümee and so on dann von daheim. Ich freue mich richtig auf alle meine Lieben!!!!

28.06.2016 Valparaiso – die letzten Tage

Valparaiso ist eine der bedeutensten Hafenstädte Chiles. Die Stadt gilt als die kulturelle Hauptstadt des Landes und ist wegen ihres Charkters weltberühmt. Der historische Stadtkern ist Weltkulturerbe.

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Doch für all das hatte ich bei meinem ersten Besuch 2006 keinen Blick und schon gar keine Zeit. Damals endete unsere Silberhochzeitsreise hier. Wir verließen nur schnell das Schiff und sofort gings mit dem Bus zum Flughafen nach Santiago.

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Diesmal ist allerdings mehr Zeit. Karl und ich sind gestern Mittag hier angekommen und somit bleiben uns fast zwei Tage, um hier einiges nachzuholen.

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Sobald du die Hauptstraßen verlässt, die unten auf Meereshöhe verlaufen und dich ein wenig nach oben in die kleinen Gassen begibst, die Stadt liegt an einem Berghang, der zum Meer hin abfällt, dann fühlst du dich inmitten dieser alten Gebäude schnell ins 20., wenn nicht sogar ins 19. Jahrhundert zurück versetzt.

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Wenn nur nicht alles voller Graffiti wäre, oder ist das vielleicht sogar manchmal schön?

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Dem haben wir uns noch zusätzlich angepasst, indem wir uns das Hotel Grand House ausgesucht haben. Es wird von zwei Schwestern betrieben, die dir nicht nur jeden Wunsch von der Seele ablesen, sondern die hier auch so manchen „Schatz“ hüten: Das Hotel ist voll von uralten Sachen wie Glässer, Porzellan und sonstigem Allerlei. „Pozellan ist hier in Chile sehr wertvoll,“ erklären sie uns, „denn aufgrund der vielen Erdbeben gibt es nicht viel!“ Das leuchtet uns ein und ich denke zwei Tage zurück an Santiago, als ich morgens um 9 Uhr noch im Bett lag und dachte, hat jetzt das Bett ein wenig gewackelt?

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Unser Zimmer im Hotel Grand House

 

26.06.2016 Ruhe und Pause in Santiago

Am Freitag sind wir die restlichen 460 kalten Kilometer, es hatte im Dunst des Pazifiks fast nie über 10 Grad, von La Serena hierher nach Santiago auf der Panamericana gefahren.

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Die letzten Kilometer auf der Panamericana

Etwas aufwärmen konnten wir uns in der letzten Stunde der Fahrt, als wir nur im Stau standen.

Quartier bezogen wir im noblen, warmen Hotel Bonaparte und nun lassen wir mal so richtig die Flügel hängen. Gestern dauerte es über eine Stunde, bis ich endlich einen Livestream zur Fußball-EM gefunden hatte, denn im Kabelfernsehen hier auf dem Zimmer wird nichts übertragen.

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Pause und Ruhe

So steht auch heute der Tag im Zeichen von Ausspannen, Aufwärmen nach den Tagen der Kälte und Fußball – anschließend spielt ja, hier zu High Noon, 12 Uhr Mittags, Deutschland und heute abend steigt auch noch, im Fernsehen kommt seit Tagen nichts anderes, das Endspiel der Copa America Centario, Chile – Argentinien – also auf gehts!

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EM im Livestream auf dem PC

Morgen verlegen wir dann nach Valparaiso (unsere letzten 120 km auf der Straße), wo wir die Bikes dann am Mittwoch abgeben werden.

Noch am gleichen Tag mit dem Bus zurück nach Santiago und am Donnerstag zum Flughafen, der Flieger geht um 12:30 Uhr – das wars dann mit Südamerika!

Resüme und Fortsetzung folgt aus Schernfeld!

21.06.16 1200 km durch die Atacama-Wüste bis La Serena

Sonntag, 19.06. (63. Tag) – Dienstag, 21.06.16 (65. Tag)

Wir verlassen San Pedro de Atacama am Sonntag nach dem Frühstück und stoßen nach knapp 100 km wieder auf die Panamericana. Von hier ab sind es 1200 km bis nach La Serena, wo wir wieder in ein Hostel wollen.

1200 km durch die Atacama, die sich uns in ihrer ganzen Schönheit zeigen wird. 1200 km auf denen wir durch nicht mehr als fünf Ortschaften kommen werden. 1200 km auf denen wir unsere beiden letzen Nachtlager in völliger Ruhe und Abgeschiedenheit genießen dürfen. 1200 km die uns aber auch immer wieder die Wildheit und die Wucht des Pazifiks zeigen werden. 1200 km, die wir nicht vergessen werden.

Wer die Wüste und das Meer liebt, der ist hier am rechten Ort – lassen wir Bilder sprechen:

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Die Schönheit der Atacama

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1200 km bis Santiago, dem Ziel der Reise

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Unterwegs in der Atacama

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Nur der Mond war Zeuge – das ziehe ich jedem Hotelzimmer bedingungslos vor – uneingeschränkt!!!!

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Am Pazifik

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Pelikane?

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Unser Lieblingsnachtmahl: Tunfischbrötchen (den gibts hier wirklich in Hülle und Fülle und ich wundere mich nicht mehr, warum der langsam knapp wird) mit Zwiebel und Bier

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Das letzte Lager fällt unter die Kategorie wunderschön. Etwas Wehmut kommt auf, aber auch die Vorfreude auf zuhause und wir haben alles, was wir brauchen: Tunfischbrötchen mit Zwiebel und Bier – Prost!!!!

18.06.2016 Magischer Salar de Uyuni

Der Salar de Uyuni ist mit 10.000 qkm der größte Salzsee der Erde. Die Salzkruste wurde vor über 10.000 Jahren gebildet. Der Salar ist stellenweiße über 100 m tief und liegt auf einer Höhe von 3600 m.

Die Nacht war kurz im Salzhotel in San Juan, denn bereits um 5 Uhr sitzen wir wieder im Jeep. Wir wollen den Sonnenaufgang auf dem Salar erleben. Ephrahim gibt ordentlich Gas und so sind wir schon beim ersten Morgengrauen vor Ort.

K1600_vor Sonnenaufgang

Eintreffen beim ersten Tageslicht

Dann folgt ein Naturschauspiel, wie ich es nur selten erlebt habe. Langsam wird es heller, die Fläche des Sees wechselt vom Grau ins Weiß und hinter uns erstrahlen die Berge im ersten Sonnelicht.

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Erste Sonnenstrahlen in den Bergen hinter uns

Dann der erste Sonnestrahl, wieder ist es bitterkalt, doch wir sind alle Freien, keiner möchte sich das entgehen lassen. Nach wenigen Minuten erstrahlt alles um uns herum im reinsten Weiß.

K1600_Sonnenstrahlen

Der erste Sonnenstrahl

K1600_direkt am Salz

Wir denken, wir stehen auf Eis, doch wir rutschen keinen Milimeter – das Salz ist hart, als wäre es gefroren und reicht, soweit das Auge sehen kann.

Zum Frühstück fahren wir zur Isla Incahuasi, einer Insel mitten im Salar, auf der bis zu 5000 Jahre alten Kakteen stehen.

K1600_Kakteen

Auf der Isla Incahuasi

K1600_so hoch

Soooo groß

Es ist schon nach Mittag und wir sind seit über 6 Stunden auf dem Salar. Wir haben noch gehalten, bevor wir ihn in Uyuni verlassen und die obligatorischen „Salar-de-Uyuni-Fotos“ gemacht. Das gehört einfach dazu.

K1600_Karl im Griff

Karl tanzt

K1600_Umblassen

Karl im Sturm

K1600_Riese

Bad Giant Karl vs Poor Small Brummi

In Uyuni sind wir zum Lunch und brechen dann auf, wieder zurück Richtung chilenische Grenze, die wir nach einer weitern Nacht in einem Hostel am Freitag gegen 08:30 Uhr erreichen.

Bereits kurz vor 12 Uhr sind wir wieder in unserem Hostel in San Pedro de Atacama.

Fazit der Jeeptour: Sicher wäre es ein toller Spass gewesen, auf der Queen mit über 100 Sachen über den Salar zu jagen – doch man kann im Leben nicht alles haben. Ich bin mir sicher, dass wir, wären wir wirklich mit den Bikes durchgekommen, nicht die Hälfte von dem gesehen hätten, was wir auf der Jeeptour erleben durften. Und die Wege waren wirklich brutal schlecht, geschweige denn von der Navigation. Als die Kupplung der Queen fast den Geist aufgab, habe ich mir noch gedacht: „Wer weiß, für was es gut ist?“ Wahrscheinlich war es vielleicht sogar besser so!

 

18.06.2016 Lagunenroute im Altiplano

Dienstag, 14.06. – Freitag, 17.06.16 (58. – 61. Tag)

Wir werden um 8 Uhr am Hostel zur Jeeptour über die Lagunenroute und den Salar de Uyuni abgeholt. Bis wir uns zweimal umsehen, sind wir wieder auf 4200 m Höhe und zum dritten Mal in Bolivien. Hier oben an der Grenze, die einfachste, die wir bisher gesehen haben, nur ein kleines Häuschen, ist es wieder einmal eisig kalt und es weht ein furchtbarer Wind.

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Laguna Blanca (weiß)

Wir verkriechen uns in einen kleinen Schuppen und bekommen Frühstück. Die Verpflegung ist auf der ganzen Tour ausgezeichnet, genauso wie das Wetter (keine Wolke die vier Tage), das Fahrzeug, ein Toyota Landcruiser (es ist wirklich unglaublich, was diese Dinger alles einstecken können und wie man mit ihnen in diesem brutalen Gelände fahren kann) und die gesamte Reisegruppe. Sie besteht aus dem Guide Ephrahim, ein Bolivianer, einer Brasilianerin, einer Argentinierin, einem Spanier und uns beiden Deutschen. Ich war noch nie mit so hilfsbereiten, höflichen und rücksichtsvollen Menschen unterwegs, wirklich ein Glücksfall.

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Die Reisegruppe von links: Spanien, Argentinien, Brasilien, Bolivien und 2x Deutschland

Übernachtet wird immer auf Höhen zwischen 3600 und 4200 m in einfachen, natürlich nicht beheizten Hostels. Zum Glück habe ich meinen Schlafsack dabei, sodass es mich wenigstens nachts nicht friert, obwohl das Thermometer draußen bis auf -10 Grad sinkt.

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Im Salzhotel ist sogar der Boden aus Salz

Nachdem wir los gefahren sind, erreichen wir schon nach kurzem die Grenze zum Reserva Nacional de Fauna Andina Eduardo Abaroa, dem Nationalpark, in dem die ganzen Lagunen liegen. Er wird jährlich von ca. 60.000 Touristen besucht, alle sind mit den Jeeps unterwegs. Dies geht auf Kosten der Fauna (fast jeder Jeep sucht sich seine eigene Fahrspur) und der Tierwelt, die schon erheblich geschädigt sind. Es wäre dringend erforderlich, hier für Ordnung und eine vernüftige Straße zu sorgen, die dann alle benutzen müssen, aber Ephrahim meint dazu nur, dass Bolivien kein Geld für eine solche Straße hat.

K1600_Verde

Laguna Verde (grün)

Unsere Tour verläuft am ersten Tag über die Laguna Blanca, die Laguna Verde, den Salar de Chalviri, das Geothermalgebiet Sol de Manana (4850 m) bis zur Laguna de Colorada.

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Karl scheute sich nicht, am Salar de Chalviri in die Therme zu gehen – kein Wunder

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2x Laguna Colorada (rot)

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Am zweiten Tag folgten dann die Lagunen Honda, Chiar kota, Hedionda und Canapa. Übernachtet haben wir in einem Salzhotel (hier ist wirklich alles aus Salzstein gebaut) in San Juan.

 

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Geothermalgebiet Sol de Manana

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2x Laguna Canapa

K1600_Canapa

Über den Höhepunkt der Tour, den Salar de Uyuni, gibts natürlich eine extra Seite.