Mittwoch, 09.10.19

Am nächsten Morgen erleben wir eine richtig böse Überraschung. Nachdem wir zusammengepackt haben, bemerk Herbert, dass in seinem Vorderreifen zahlreiche Dornen stecken. Am Hinterreifen das gleiche, ebenso bei mir. So was habe ich noch nie erlebt: hier gibt es anscheinend irgendeine verwunschene Distelart, die wahrscheinlich den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als zu versuchen, ihren einzigen Stachel im Reifen unbescholtener Motorradtouristen unter zu bringen. Mit einem unguten Gefühl popeln wir mit dem Messer langsam einen nach dem anderen heraus – und können nicht glauben, dass die Reifen noch dicht sind. Das Problem ist nur, wir müssen den gleich Weg durch die Disteln wieder zurück, wir übernachteten in einer Sackgasse. Sobald wir den ersten Asphalt erreichen, wieder die Messer raus und die gleiche Prozedur beginnt von vorne. Doch wieder einmal Glück im Unglück, die Reifen halten.

Nach einer traumhaften Fahrt über eine ganz im Süden gelegene Küstenstraße kehren wir zu unserer Strandbar an der Westküste zurück und bauen im nahe gelegenen Zeltplatz Bella Sardenia unsere Zelte für zwei Nächte auf.

Donnerstag, 09.10.19

Auf der Küstenstraße bis Alghero schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: das Fahren hier, eine Kurve folgt der anderen, macht einfach unwahrscheinlich viel Freude. Aber immer wieder halten wir, um die beeindruckenden landschaftlichen Schönheiten dieser Strecke zu bewundern. In Alghero machen wir am scheinbar unendlichen Strand der Stadt Mittagspause, hier könnte man es gerne mal ein paar Tage aushalten.

Unser Ziel heute liegt in der nordwestlichen Inselecke, das Capo del Falcone. Zuvor verschlägt es uns noch in die seit 1960 verlassene Silberminenstadt Argentiera. Hier, wo niemand badet, ist der ganze Kiesstrand voller Quallen.

Anders sieht es am Capo selbst, genauer in Rocca Rujo, aus. Wenn es in Europa einen „Karibiktraumstrand“ gibt, dann muss er hier zu sein: absolut weißer Sand, rürkisblaues, glasklares Meer – einfach nur traumhaft. Mit so was haben wir nicht gerechnet.

Auf der Rückfahrt machen wir kurz vor dem Zeltplatz in „unserer“ Strandbar auf einen Aperol Spritz Station und bestellen gleich einen Tisch fürs Abendessen. Die Fischplatte, die wir dann zwei Stunden später bekommen, war die Beste der ganzen Reise.

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Categories: 2019 Sardinien

4 Comments

Heidi Heiß · 26. Dezember 2019 at 21:05

Servus Brummi,
vielen Dank für die schönen Fotos.
Das macht richtig Lust im Oktober auf diese Insel zu fahren.
Tolle Website!

Karl-Heinz Faulhaber · 5. November 2019 at 10:14

Hallo Brummi,

tolle Tour, gratuliere.

Kleiner Hinweis fürs nächste Mal. Besucht mal das untere südöstliche Eck. Habe hier die schönsten Strände gefunden. Zu empfehlen Castiadas mit Cala Sinzias oder auch die Costa Rei allerdings erst im Oktober. Sonst zu viel los. Bin ich jedes Jahr Anfang Oktober.

Vielen Dank für den Bericht.

    Brummi · 5. November 2019 at 12:28

    Servus Fauli,
    genau das Eck, in dem wir nicht waren. Ist notiert.

Debbie · 4. November 2019 at 22:22

Hey Peter,
schöner Bericht und tolle Fotos, super Idee, noch ein bisschen Sonne und ruhige Straßen mitzunehmen! Da hat die Queen ja ganz schön was mitgemacht, ich hoffe, sie kann sich über den Winter gut erholen :P
Liebe Grüße und auch vielen Dank für die Erwähnung:-)
Debbie

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