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Archiv für Oktober 2015

20.10.2015 – Startpunkt: Montevideo – Endpunkt: Santiago de Chile

Nach langem hin und her ist die Entscheidung gefallen: Wir werden in Montevideo in Uruquay starten und als Endpunkt der Reise ist Santiago de Chile (Hafen Valparaiso) geplant.

Den Ausschlag für Montevideo als Startort hat das Recherchieren in vielen Reiseberichten gegeben. Danach ist es in Uruquay am einfachsten, die Motorräder aus dem Zoll zu bekommen. Besonders in Brasilien sind Probleme mit dem Zoll (Schmiergeld oder lange Wartezeiten) auf der Tagesordnung. Die Reise in Chile zu beenden bietet schließlich den naheliegenden Vorteil, dass wir nicht wieder an die Ostküste zu fahren brauchen.

Joe hat sich noch nicht entschieden, ob er die Tour mit seinem Bike fährt, oder ob er sich in Südamerika eines kaufen wird. Er tendiert auch dazu, nicht von Chile aus zurück zu fliegen, sondern zum Abschluss noch Brasilien zu besuchen. Ausschlaggebend dafür war, dass er im Gegensatz zu Hermann und zu mir mehr Zeit hat und ruhig noch ein paar Wochen dran hängen kann. Das gleiche gilt für Karl, der Joe vielleicht begleiten wird.

Nun ist es vorrangig, die günstigste Transportart und -firma zu finden. Hierzu werden wir uns mehrere Angebote einholen. Danach werden wir uns mit der genauen Routenplanung beschäftigen.

Insgesamt scheint der Organisationsaufwand um einiges geringer als bei der Kathmandu-Reise. Es werden keine Visa benötigt und die geplante Route steht schon in groben Zügen fest.

15.10.2015 EK über „Sagenhafte Inseln“

151014 EK

Südamerika Sponsoring 3

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Mein Hauptsponsor hält mir die Stange! Ich weiß noch ganz genau, in welch erbärmlichen Zustand ich die Queen im Dezember 2013 nach der Asientour in Geisenhausen bei African Queens abgeliefert habe und was Stephan und Tugay daraus gemacht haben – famos! Richtig vollen Dank für die erneute Rundumbetreuung – wir beide vertrauen auf euch!!!

08.10.2015 – Alles nicht so einfach – wieder einmal!

Inzwischen haben wir fast täglich Emailverkehr untereinander. Jeder hat verschiedene Quellen, die er anzapfen kann. Bei mir ist es eine Tante, die Verwandtschaft in Sao Paulo hat. Auf die Frage, ob sie etwas über den Zustand der B319 durch den Amazonasdschungel wissen, bekomme ich schnell eine allgemeine Antwort: „Vergesst das, zu gefährlich.“

Auch Hermann und Joe kommen nicht recht weiter, die Reisebericht sind alle schon ein paar Jahre alt und somit einfach nicht aktuell genug, um etwas wirklich aussagekräftiges über den momentanen Zustand der Straße zu bekommen. Aber immer wieder lesen wir, vor Ende der Regenzeit im Juni ist nur davor abzuraten. Schließlich erhält Hermann vom Herausgeber einer Motorradzeitschrift in Brasilien eine Mail. Sie sind die Straße erst heuer gefahren: hier gehts zum Bericht. Leichte Motorräder, fast kein Gepäck und viel, viel Schlamm – das sieht nicht gut aus.

Der Sohn von Hermann hat einen Bekannten, der schon öfter mit dem Bike in Südamerika war. Er rät uns dringend von einer Einreise in Brasilien ab, da die Zollbehörden dort absolut schamlos abkassieren. Eine Wartezeit von 14 Tagen und eine größere Schmiergeldsumme sind keine Seltenheit. Er empfiehlt uns die Einreise über Uruguay, dort würden die Zollformalitäten in einem vernünftigen Rahmen ablaufen.

Die ersten Angebote für See- und Luftfracht trudeln ein und es zeigt sich schnell: ein Hin- und Rücktransport der Motorräder für etwa 2000 Euro, diese Summe haben wir zu Beginn mal grob veranschlagt, dürfte Utopie bleiben. Es wird mit Sicherheit teurer.

Immer öfter lesen wir auch in den verschiedenen Foren, dass viele zur Luftfracht raten, da die Zollkosten in den Ankunftsländern für Schiffsfracht wesentlich höher sind als für Luftfracht. So ist letztlich der preisliche Unterschied gar nicht mehr so groß.

Wir brauchen in Kürze einen Entschluss, wo wollen wir starten, wo soll die Reise zu Ende gehen.

Ich unterbreite den Vorschlag, Start in Montevideo/Uruguay und Ende in Santiago de Chile.

Hermann antwortet, dass der Herausgeber der brasilianischen Motorradzeitung noch einen Bekannten, der direkt in Porto Velho lebt, über den Schiffsverkehr auf dem Amazonas fragen möchte. Dessen Antwort möchten wir noch abwarten, dann sollte es eine Entscheidung geben.

 

Südamerika Sponsoring 2

logo topdriveXaver Schödl und Matthias Lautenschlager von der Fahrschule Topdrive unterstützen uns auch in Südamerika. Die Queen und ich bedanken uns für einen Satz Reifen.