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Archiv für Februar 2012

02.02.12 Kein Fortschritt

Alle Versuche, etwas Konkretes über die Fähre Trabzon – Sochi in Erfahrung zu bringen, sind bisher gescheitert. Mails wurden nicht beantwortet und die Telefonate, die türkische Kollegen für mich geführt haben, brachten auch kein Ergebnis. Einmal war das Fährschiff an Russland ausgeliehen und bei einer anderen Reederei stand noch nicht fest, ob im Sommer überhaupt gefahren wird. Auf meine Frage, warum sie uns alle nicht weiter halfen und eine Reederei nannten, die die Route fährt, meinte der Kollege: „Das ist die Konkurrenz.“

Über viele Umwege habe ich Georg Seemüller ausfindig gemacht, der 2010 diese Fähre benutzt hatte. Durch seine Hilfe haben wir nun eine weitere Telefonnummer, die morgen noch ausprobiert wird. Seine Schilderung über den nördlichen Weg um das Kaspische Meer durch Russland und Kasachstan lassen das Schlimmste befürchten: katastrophale Straßen (oder Wege) und nichts als eintönige, ebene Steppe. Genauso haben wir es in anderen Reiseberichten auch schon gelesen.

Ein anderer Arbeitskollege hat zufällig Verwandtschaft direkt in Trabzon. Er versucht, übers Wochenende mehr in Erfahrung zu bringen.

Sunsanne Goertz hat uns sogar wieder einen Funken Hoffnung auf den Iran gemacht. Von ihr habe ich eine Adresse erhalten, über die erst kürzlich noch ein Iranvisum ausgestellt worden ist. Einfach probieren, meinte sie und schon war meine Mail unterwegs. Außerdem schreibt Peppi zusätzlich an die iranische Botschaft.

Wir wollen uns solange wie möglich gegen die Nordroute wehren. Die Aussicht, über 1000 km einsam durch die Steppe zu hoppeln, spornt uns an.

Doch nächste Woche muss eine Entscheidung fallen, wir haben immer noch kein einziges Visa.

04.02.12 Es hilft nichts

Alle Bemühungen, eine Fähre von Trabzon nach Sochi zu finden, sind gescheitert. Nachdem dies selbst über die Verwandten meines Arbeitskollegen, die direkt in Trabzon wohnen, nicht gelungen ist, geben wir auf. Das einzige, was ausfindig gemacht wurde, war eine Schnellfähre, ein Tragflächenboot, welches aber keine Fahrzeuge aufnehmen kann. Bei allen Telefonaten hieß es immer nur, die Fähren fahren erst wieder ab Sommer und man kann noch nichts Genaues sagen. So verabschiedet sich nach dem Iran leider auch die Türkei aus unserer ursprünglichen Routenplanung.

Apropos Iran: Der Kontakt von Susanne Goertz stellte sich als Mitarbeiter der iranischen Botschaft in Berlin heraus. Er hätte uns bei einer erneuten Visabeantragung unterstützt, wobei er uns aber keine allzu großen Hoffnungen machte, denn es ist, wie er meinte, nie gut, wenn ein Antrag schon einmal abgelehnt wurde. Wir hätten es trotzdem versucht, wir hatten heute morgen per Mail sogar schon die Formulare von ihm bekommen. Dann hat aber heute Mittag der Mannschaftsrat, bestehend aus zwei Spielern, doch noch anders entschieden. Ausschlaggebend war der Artikel in der Wochenendausgabe des EK, in dem angekündigt wurde, dass Israel vielleicht schon im Frühjahr militärisch gegen den Iran vorgehen wird. Dies war uns dann doch zu viel und wir wollten einen Schlussstrich ziehen. Es hat halt nicht sollen sein, wer weiß, für was es letztlich gut ist!

Und schon machten wir uns daran, die neue Route (findet ihr hier auf der Startseite) auszuarbeiten. Diese führt nun über Wien in die Hohe Tatra der Slowakei, streift kurz Ungarn, durchquert Rumänien und Moldawien, führt am Schwarzen Meer entlang über Odessa durch die Ukraine, ein kurzes Stück durch Russland und über Kasachstan werden wir schließlich nach Usbekistan kommen, wo wir in Buchera Anschluss an unsere alte Route finden werden.

Insgesamt ist diese Route um fast 4000 km kürzer, sodass noch Abstecher auf die Halbinsel Krim und nach Taschkent, der Hauptstadt von Usbekistan drin sein müssten.

Natürlich ist diese Änderung für uns nicht leicht zu verdauen, aber es wird nicht der letzte Rückschlag, das letzte unvorhergesehene Ereignis auf der Reise gewesen sein. Wir bleiben trotzdem positiv gestimmt, denn unser Hauptziel, der Himalaja, steht nach wie vor fest im Reiseplan.

 

Hier noch ein letzter Blick auf die alten Route:

 

08.02.12 Viel Schreibarbeit

Wir verbringen den Großteil der Abende der Woche damit, die Visaanträge auszufüllen. Nachdem die neue Route unumstößlich fest steht (wenn es so was bei dieser Reise überhaupt gibt), benötigen wir Visa für Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, China mit Tibet und Nepal. Frau Baumann von Mein-Visum hat immer ein offenes Ohr für unsere Fragen und so hoffen wir, bis Ende der Woche alles, zusammen mit den Reisepässen,  zu ihr schicken zu können.

Heute habe ich auch von meiner Kontaktperson von Tibetreisen , Herrn Hongquan Dong (nach den zahlreichen Mails geht mir sein Name inzwischen ohne zu überlegen von den Tasten), die offiziellen Einladungen, die für die China-Visa benötigt werden, bekommen. Hongquan lebt in China und erweist sich als absolut zuverlässig: schreib ich spät abends ein Mail an ihn und schalte am nächsten Morgen noch vor der Arbeit kurz den Rechner an, ist die Antwort 100%ig da – der Zeitverschiebung sei Dank.

Bin mir eigentlich sicher, dass die chinesische Einladung jeder von euch lesen kann!

 

 

12.02.12 Ruhigere Zeiten

Geschafft!

Zum ersten Mal seit Monaten sitze ich am Sonntag Vormittag vor dem Rechner und weiß eigentlich nicht so recht, was es als nächstes zu organisieren gibt.

Die Homepage ist seit 14 Tagen online und wird recht gut besucht, die grobe Route steht, die Einladung der Chinesen haben wir bekommen und eine Anzahlung nach China überwiesen. Die Visaanträge wurden zusammen mit den Pässen am Freitag zur Visaagentur weggeschickt und der Empfang wurde sofort am Samstag per Mail bestätigt. Ich musste nur noch vier Städte in Russland für die russische Einladung nach reichen, sonst müsste mit den Anträgen aber alles passen. Weiter wurden die bisher reservierten Hotels in Istanbul und Usbekistan storniert, da wir ja jetzt einen ganz anderen Zeitplan für Usbekistan haben.

Wie geht es nun weiter:

Wir treffen uns im Laufe der nächsten Woche, um festzulegen, ob und wann wir neue Hotelreservierungen vornehmen werden. Weiter haben wir das Problem mit der Stromversorgung und mit dem Speichern der Bilder noch nicht gelöst. Leider haben wir noch immer keine endgültige Lösung dafür, wie wir während der Fahrt z. B. die Akkus der Fotoapparate laden  werden. Die Ladegeräte brauchen 220V, Bordspannung ist jedoch bekanntlich nur 12V. Wo sollen wir unsere Bilder, am besten gleich mit einer Sicherung,  abspeichern? Zwar ist Peppi nun stolzer Besitzer eines iPad, mit dem wir unsere Homepage während der Fahrt füttern werden, aber leider hat das Teil keinen USB-Anschluss, den wir dringend für die Speicherung der Bilder auf eine externe Festplatte bräuchten.

Schließlich geht es langsam daran, touristische Informationen über die ukrainische Schwarzmeerküste zu sammeln und uns mit dem erforderlichen Kartenmaterial einzudecken. Apropos Karten. Wir haben lange über die Anschaffung eines Navi diskutiert und uns schließlich geeinigt, doch darauf zu verzichten. Ausschlaggebend waren zum einen die Anschaffungskosten von knapp 1000 Euro, aber auch die Unerfahrenheit von uns beiden. Für diesen Teil der Welt gibt es keine vorgefertigten Karten wie für Europa und wir hätten wieder sehr viel Zeit investieren müssen, um hier zu einem Ergebnis zu kommen. Nicht zuletzt schwöre ich (bin halt etwas altmodisch) auf die gute alte Karte, mit der ich noch nie Probleme hatte und eigentlich immer zurecht kam.

Ich bin der Meinung, so viel wie möglich im Vorfeld der Reise zu organisieren und hier so wenig möglich dem Zufall zu überlassen. Wir haben halt nicht, wie viele andere, eine halbes Jahr oder sogar noch mehr Zeit. Improvisieren müssen wir nach der Abfahrt wahrscheinlich eh noch genug. Wir sind gut im Zeitplan, aber es gibt immer noch viel zu erledigen.

21.02.12 Routenplanung in China

Jetzt wurde auch die Routenplanung in China neu auf GPSies.com erstellt.

Der ausgearbeitete Tourenverlauf stammt von dem chinesischen Reisebüro und muss so übernommen werden.

Durch die tibetische Hochebene werden wir der G219, dem Xinjang-Tibet-Highway folgen, der uns von Kashgar bis nach Lathse bringen wird. Von Lathse bis Lhasa werden wir anschließend dem Friendship-Highway folgen, der Verbindung von Lhasa nach Kathmandu in Nepal.

27.02.12 Erstes Visa im Pass

Nach einem anstrengenden Wochenende (VfB-Reserveausflug) mit dem Besuch der BL-Spiele Gladbach – HSV und Bremen – Club (in der VW-VIP-Loge des Weserstadions und einem sagenhaften 1:0-Erfolg unseres Glubbs) war eine Mail von der Visaagentur eingetroffen: das Visum von Kirgisistan, unser erstes Visa, wurde erteilt und befindet sich im Pass. Es kann aber zunächst nur eingescannt bewundert werden, denn die Pässe bleiben natürlich für die weitere Bearbeitung bei der Agentur.