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Archiv für Januar 2012

Januar 2012 Iran-Visa?

Die Zeit scheint wie im Flug zu vergehen.
Nach vielen Telefonaten legen wir uns auf diesen Visaservice fest. Den Ausschlag haben mehrere Empfehlungen auf verschiedenen Reisehomepages gegeben. Aber es tauchen neue Probleme auf. Visa für den Iran werden wegen der aktuellen Lage einer Vorprüfung unterzogen. Wir beginnen, die verlangten Unterlagen zu erstellen und senden sie am 13. Januar an die Visa-Agentur.
Ich arbeite die Nordroute auf der Karte mit Zeitplan genau aus. Danach würden wir fast 10 Tage eher in Buchera in Usbekistan sein. Wir beschließen, diese zusätzliche Zeit je zur Hälfte in der Türkei und in Usbekistan zu verbringen. Nach unseren Infos bietet die Fahrt ums Kaspische Meer durch Russland und Kasachstan sowohl landschaftlich wie auch touristisch so gut wie nichts, also kann es dort nur heißen: Gas geben und durch.

20. Januar: Die Visa-Agentur teilt mit, dass die Iranvisas wahrscheinlich nicht erteilt werden. Der Konsul hat die Genehmigung nicht selbst erteilt, sonder die Anträge direkt ans iranische Außenministerium weitergeleitet, wo sie nun geprüft werden. Dies sei aber ein sehr schlechtes Zeichen.

27. Januar: Diese Wochen haben wir uns beim Landratsamt den Internationalen Führer- und Fahrzeugschein besorgt.

29.01.2012 Wir sind online!

Seit genau 10.10 Uhr ist die Homepage online! Damit geht über ein halbes Jahr Entwicklungszeit zu Ende und wir sind sehr froh darüber, dass es nun endlich geklappt hat. Wir hoffen, sie gefällt euch und wünschen euch ein bisschen Zeit, um sie ein wenig genauer zu erforschen. Und wenn ihr uns dann noch eure Meinung, egal ob Lob, Tadel oder Verbesserungsvorschläge mitteilt, dann hat sich die viele Arbeit doch gelohnt.

30.01.12 Einreise in Iran abgelehnt!

„Sehr geehrter Herr Schuster
Wir haben am Freitag die Unterlagen aus dem Konsulat Iran zurück erhalten.
Eine Ausstellung eines Visum wurde abgelehnt.
Mit freundlichen Grüßen“

Eine kurze Mail der Visaagentur – für uns ein ganz schwerer Schlag. Wir hatten uns so auf dieses Land gefreut. Wir wollten in der Wüste Dasht-e Lut eine Nacht verbringen, wir wollten mit den freundlichen Menschen in Kontakt kommen, wir wollten uns die orientalischen Städteperlen Esfahan und Kerman nicht entgehen lassen, wir wollten…, wir wollten…., wir wollten…

Der damit verbundene Verzicht auf Turkmenistan ist dagegen schon leichter zu verschmerzen.

Dies ist uns unter anderem entgangen:

Unser Freund Erik Peters, den wir in Island kennen gelernt hatten, schreibt auf Oman-Island: „Endlich sind wir im alten Königreich Persien angekommen. Was ich oben noch über die Gastfreundschaft in der Türkei geschrieben habe, erfährt hier in diesem angeblichen Schurkenstaat neue Maßstäbe. Ich bin ja schon weit gereist und habe viele Länder gesehen, aber in noch keinem konnte ich eine derartig aufrichtige und von Herzen kommende Gastfreundschaft genießen. Egal wo man hält, man wird nett begrüßt, dass es einem als Mitteleuropäer fast schon peinlich ist. Man fragt sich, wann haben wir in Deutschland diese Eigenschaft bloß verloren? Da ist z.B. Süleymani, ein etwa 50jähriger Beamter, der sich nicht davon abbringen ließ, einen über 40 Kilometer langen Umweg zu fahren, nur um uns eine Kreuzung zu zeigen, die wir ohnehin gefunden hätten, da es keine andere gab… “

freedom-on2wheels schreibt: „Fazit Iran: Ein Land mit wunderbaren Menschen, schönen Landschaften, wenn da nur nicht das Regime wäre…“

miromy.blogspot schreibt: „Lange könnte ich noch über dieses Land berichten, über die Begegnungen mit seinen freundlichen Menschen. Leider hat alles ein Ende. Schon bald werden wir eine andere Grenze überschreiten und nach Turkmenistan ausreisen. Bei allem was wir gesehen und erlebt haben – für uns hat sich der Kampf um das Visum  auf jeden Fall gelohnt.“

Für uns ist der Kampf um die Visa leider schon nach kurzer Zeit verloren. Einfach nur sehr, sehr schade!

Wie geht es nun weiter?

Beim Erstellen der Nordroute (Georgien, Russland, Kasachstan) waren wir wohl etwas zu gutgläubig. Schnell stellt sich heraus, dass die georgisch-russische Grenze wegen der Streitereien zwischen den beiden Ländern für Touristen komplett geschlossen ist. Die letzte Möglichkeit, die noch bleibt, um von der Türkei aus zwischen Schwarzen und Kaspischen Meer in den Norden durch zu schlüpfen, und so den Iran zu umgehen, führt durch Armenien und Aserbaidschan. Ein Anruf bei der Visaagentur beraubt uns auch dieser Hoffnung: Es gibt Schwierigkeiten mit Aserbaidschan – Visa werden nur für gebuchte und geführte Reisen erteilt.

Somit bleiben uns eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten:

1.) Wir vergessen die Türkei ebenfalls komplett und fahren von Deutschland aus über Polen, Ukraine und Russland nach Kasachstan oder

2.) wir finden eine Fähre von der Türkei übers Schwarze Meer direkt nach Russland um so Georgien zu umgehen.

Jetzt heißt es wieder im Internet recherchieren und dann abzuwägen.

Kein guter Tag!