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Archiv für September 2010

September 2010 Der erste Gedanke

Im Juli 2010 waren Peppi und ich bei unserer ersten gemeinsamen Reise drei Wochen lang mit den Motorrädern auf den Färöer-Inseln und Island unterwegs gewesen. Wie es dazu kam, dass Peppi mit knapp 50 Jahren den Motorradführerschein erwarb, sich sofort eine nagelneue BMW zulegte und dann gleich in Richtung Island los tourte, kann der interessierte Leser hier nachlesen.
Im September 2010 erkundige ich mich bei Peppi, ob er vielleicht Lust auf eine weiter Motorradreise zusammen mit mir hat. Ohne lange zu überlegen bejaht er dies sofort.
Aber wohin sollte es diesmal gehen?
In Island hatten wir Karsten und Erik aus Köln kennen gelernt (Oman-Island und Motorradreisender). Sie waren, bevor wir sie trafen, schon Monate auf Tour. Unter anderem hatten sie auch den Oman besucht und Island war die Endstation ihrer langen Reise. Beide waren von dem arabischen Land ganz begeistert, schwärmten aber auch total vom Iran. Also begann ich, mir Informationen aus dem Internet zu holen – der Oman stand somit als Reiseziel auf der Wunschliste ganz oben. Schnell finde ich heraus, dass es nicht ganz einfach ist, mit dem Motorrad überhaupt dorthin zu kommen. Der einfachste Anreiseweg würde durch Saudi-Arabien führen, aber dort sind Touristen als Selbstfahrer leider generell nicht zugelassen. Wählt man die Route über den Iran, dann muss man sich mit der Überquerung des Persischen Golfes anfreunden. Und die hat, wie man auf der Homepage der Kölner nachlesen kann, auch ihnen riesige Probleme bereitet. Es gibt dort nämlich keinen geregelten Fährbetrieb.

15.09.2010 Etwa Mt. Everest?

Was sollen wir tun? Wohin soll es gehen? Bei einer Pilgerreise durch Israel und Jordanien 2009 hatte ich selbst meinen ersten persönlichen Kontakt mit der arabischen Kultur. Interessiert bin ich schon seit meiner frühen Karl-May-Zeit, nach dieser Reise aber war ich fasziniert. So ist es eigentlich für mich klar, dass ich gerne Richtung Osten fahren würde. Und dann kommt mir plötzlich aus irgendeinem abgelegenen Hinterstübchen meines alters- und alkoholgeschädigten Gehirns einer jener, inzwischen immer seltener werdenden Geistesblitze. Einen schon längst in Vergessenheit geratenen Wunsch sehe ich plötzlich glasklar vor mir:
Der Himalaja, der Mount Everest, der höchste Berg der Erde, könnte nicht das das Ziel der Reise werden?
Der Himalaya als großes Wunschziel einer Motorradtour ist mir nun wirklich nicht absolut neu. Als begeisterter Bergstraßenfahrer, der in den Alpen fast zu hause ist, konnte es schon mal passieren, dass du irgendwann bei der Suche nach neuen Zielen auf das höchste Gebirge der Erde stößt. Immer wieder hatte ich in der Vergangenheit Reiseberichte und Homepages von Reiseveranstaltern studiert, die dort geführte Touren mit Mietmotorrädern anbieten. Alles blieb aber immer beim Wunschdenken, denn alleine ohne Reisepartner kam eine solche Tour für mich nie in Frage. Und nun sogar mit dem eigenen Moped? Wie soll das gehen?
Schon sitze ich erneut an der Kiste und stöbere: Ist eine Fahrt auf dem Landweg überhaupt möglich, ohne durch die “wirklich gefährlichen Länder” Pakistan oder Afghanistan reisen zu müssen. Anscheinend könnte es tatsächlich hin hauen – nach der Türkei durch den Iran, dann die Zentralasiatischen Staaten Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan und schließlich über China und nach Tibet – also entlang der legendären Seidenstraße –  und schon bist du da. Das könnte klappen! Endpunkt der Reise wäre dann Kathmandu in Nepal, von wo  aus der Rückflug und der Rücktransport der Motorräder erfolgen müsste.

20.09.2010 Der hält mich für verrückt!

Das Netz lässt mich nicht mehr los. Ich stoße auf  die Homepage von Urs Jutz  und finde hier die fast identische Route, wie ich sie mir selbst zusammengebastelt habe (leider wurde die Homepage inzwischen umgewandelt, die Reise, die 2011 durchgeführt werden sollte, entfiel und Urs Jutz ist inzwischen auf einer anderen Route auf dem Weg nach Kirgisistan). Für mich aber war wichtig, es scheint auf dieser Route machbar! Ich bin sofort  Feuer und Flamme. Wenn andere das schaffen, warum nicht auch wir. Noch am gleichen Abend schreibe ich Peppi eine Email und teile ihm meinen ungeheuerlichen Vorschlag mit. Anrufen traue ich mich nicht, schließlich will ich mir nicht am Telefon anhören, ob ich nun vollkommen verrückt bin. Mir ist es lieber, er schreibt es mir und ich habe es dann schwarz auf weiß.

24.09.2010 Zusage von Peppi

Vier Tage sitze ich wie auf Kohlen und warte auf Antwort, dann endlich kommt die Mail. In Befürchtung einer Absage traue ich sie fast nicht zu öffnen, doch dann lese ich nur: „Klingt verlockend!“  Typisch Peppi!